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Ariana Grande lässt Zürcher Fans im Ungewissen

Anfang Juni sollte die Sängerin in Zürich auftreten. Doch das Management will erst die Sicherheitsvorkehrungen anpassen. Im Hallenstadion wäre man bereit für das Konzert.

Nach Explosion während Konzert: Hohe Polizeipräsenz in Manchester. Video: Tamedia/Storyful

In knapp zwei Wochen, am 5. Juni 2017, sollte Popstar Ariana Grande die Bühne des Zürcher Hallenstadions betreten. Doch nachdem sich gestern Montagabend ein Selbstmordattentäter unter die Besucher ihres Konzerts in Manchester mischte und sich in die Luft sprengte, ist ungewiss, ob die Amerikanerin tatsächlich in Zürich auftreten wird.

Die Sängerin hat ihre Europatour vorerst unterbrochen. Live Nation, das Management der Tour von Ariana Grande, hat derzeit lediglich ein generelles Statement zu den Vorfällen veröffentlicht. Konkrete Angaben über einzelne Konzerte gibt es nicht.

Aufruf an die Fans

Live-Nation-Geschäftsführer Marek Lieberberg äussert in der Mitteilung sein Entsetzen über den «feigen Anschlag von Manchester» und bittet Grandes Fans um Verständnis, wenn man bereits bestehende Massnahmen zum Schutz der Veranstaltungen «angesichts der latenten Bedrohung» weiter anpasse.

Er bittet die Fans direkt, bei Konzertbesuchen auf nicht unbedingt erforderliche Gegenstände zu verzichten und früh an den Veranstaltungsorten einzutreffen. «Das erleichtert Kartenkontrollen sowie intensive Bodychecks.»

Das Konzert findet auf dem Cricketgelände von Old Trafford statt: Die Vorbereitungen sind im Gange. (1. Juni 2017)
Das Konzert findet auf dem Cricketgelände von Old Trafford statt: Die Vorbereitungen sind im Gange. (1. Juni 2017)
Danny Lawson, Keystone
Drei Verdächtige sind wieder frei: Bewaffnete Spezialeinheit der britischen Polizei an einem Bahnhof in London. (25. Mai 2017)
Drei Verdächtige sind wieder frei: Bewaffnete Spezialeinheit der britischen Polizei an einem Bahnhof in London. (25. Mai 2017)
Yui Mok, Keystone
Die Polizei meldete zunächst einen «schwerwiegenden Vorfall» an einem Konzert von Ariana Grande. (Archivbild)
Die Polizei meldete zunächst einen «schwerwiegenden Vorfall» an einem Konzert von Ariana Grande. (Archivbild)
Chris Pizzello, Keystone
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Im Hallenstadion Zürich wäre man bereit für das Konzert. Nach den Anschlägen von Paris vom 13. November 2015, bei dem auch ein Attentat auf ein Rockkonzert im Bataclan-Theater verübt wurde, habe die Hallenstadion AG das Sicherheitsdispositiv in Zusammenarbeit mit Behörden und Spezialisten bereits grundlegend überprüft und verstärkt, sagt Direktor Felix Frei auf Anfrage. «Das Sicherheitskonzept hat sich bewährt.»

Seither kontrollieren die Sicherheitskräfte an den Eingängen gründlicher und haben so mehr Zeit, das Stadion vor Veranstaltungen nach verdächtigen Gegenständen abzusuchen. Laut Frei sind daher keine neuen Sicherheitsmassnahmen geplant, sollte Grande ihre «Dangerous Woman Tour» weiterführen und Anfang Juni tatsächlich in Zürich Halt machen.

«Solche Attentate lassen sich niemals vollständig ausschliessen.»

Felix Frei, Direktor Hallenstadion AG

Er könne sich aber vorstellen, dass einzelne Künstler eine erhöhte Sicherheitsstufe verlangen. Bisher würden etwa am Eingang nicht standardmässig Metalldetektoren eingesetzt. «Solche Attentate lassen sich aber niemals vollständig ausschliessen», sagt Frei.

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