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Atlantis-Studenten werden obdachlos

Das Hotel Atlantis hat eine ausländische Besitzerin, darum billigen die Richter keine Mietwohnungen.

Vermietet: Das einstige Luxushaus ist derzeit die Bleibe von Studenten.
Vermietet: Das einstige Luxushaus ist derzeit die Bleibe von Studenten.
Sophie Stieger

Seit Ende 2010 beherbergt das einstige Luxushotel Atlantis 150 Studenten. Weil die Eigentümerin eine ausländische Firma ist, droht ihnen der Rausschmiss. Die Besitzerin darf gewerbsmässig keine Räume vermieten.

Die Neue Hotel Atlantis AG rekurrierte beim Baurekursgericht gegen den Entschluss des Bezirksrates, welcher die Zwischennutzung mit den Studenten nicht gebilligt hatte. Nun haben die Baurekursrichter des Kantons Zürich die Beschwerde abgewiesen, wie eine Sprecherin gegenüber «20 Minuten» bestätigt.

«Wir können die Studenten nicht vor die Tür stellen»

Die Eigentümerin kann gegen den Entscheid innert 30 Tagen beim Verwaltungsgericht Rekurs einlegen, sonst wird dieser rechtskräftig. Würden die Aktien der Neuen Hotel Atlantis AG an Schweizer übertragen, könnten die Studenten bleiben – andernfalls würde der Bezirksrat eine Auszugsfrist setzen.

Die Neue Hotel Atlantis AG will den Beschluss des Baurekursgerichts gemäss Sprecher Robert E. Gubler vor die nächste Instanz bringen: «Wir können die Studenten ja nicht vor die Türe stellen», lässt sich Gubler zitieren. Aus steuerrechtlichen Gründen komme die Übertragung des Aktienkapitals nicht infrage. Die Eigentümerin beabsichtigt im einstigen Luxushaus 70 Eigentumswohnungen zu erstellen.

Das Hotel Atlantis wurde Ende der 1960er Jahre erstell und Ende Oktober 2004 geschlossen. Es stand lange leer. Zwischen Anfang 2009 und Mitte 2010 nutzte die Stadt Zürich das einstige Fünfsternehaus als Unterkunft für rund 200 Asylsuchende. Im Herbst 2010 lebten vorübergehend Besetzer darin. Seit Dezember 2010 wird es zimmerweise an Studierende vermietet.

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