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Auch die GLP sagt Nein zum Stadion

Das zweite Nein zum neuen Hardturm: Nach der FDP lehnt auch die GLP den Millionenkredit ab. Für den Wahlkampf 2014 nominierten die Grünliberalen zudem ihren Gemeinderat Samuel Dubno.

Die Grünliberalen stören sich an den Kosten für die Stadt: Entwurf für das neue Stadion auf dem Hardturm.
Die Grünliberalen stören sich an den Kosten für die Stadt: Entwurf für das neue Stadion auf dem Hardturm.
Visualisierung/zvg

Die Nein-Parole zum 216-Millionen-Kredit, über den am 22. September abgestimmt wird, haben die Grünliberalen an einer Mitgliederversammlung deutlich mit 30 gegen 16 Stimmen gefasst.

Ein Antrag auf Stimmfreigabe lehnten die Mitglieder mit grosser Mehrheit ab. Die GLP lehnte konsequenterweise auch den Kredit von rund 103 Millionen Franken für die Wohnsiedlung Hardturm ab, die mit dem Stadion verknüpft ist.

Vor der Parolenfassung warben Kantonsrat Beni Schwarzenbach für ein Ja und Gian von Planta, Fraktionschef der GLP im Gemeinderat, für ein Nein zum Stadion. Schwarzenbach wies darauf hin, dass es bei einem Nein sicher kein Stadion mehr auf dem Hardturm geben werde. Wenn die Stadt schon die Cüpli-Kultur unterstütze, so könne sie auch etwas für die Kultur der breiten Masse tun.

Für von Planta ist dagegen nicht einsehbar, warum die Stadt Zürich für die volle Bausumme und das jährliche Betriebsdefizit aufkommen soll. Wenn es schon einen Neubau brauche, dann hätten sich die beiden Stadtzürcher Fussballclubs sowie Private an den Kosten zu beteiligen.

Dubno einstimmig nominiert

Einstimmig wählten die Grünliberalen am Donnerstagabend Gemeinderat Samuel Dubno zum Kandidaten für die Stadtratswahlen vom Februar 2014. Der 47jährige Wollishofer war der Vorschlag des Parteivorstandes, dem die Mitgliederversammlung mit Applaus folgte.

Dubno hatte sich schon letztes Jahr um die Kandidatur für den frei werdenden Sitz von Stadtrat Martin Vollenwyder (FDP) beworben, unterlag aber in der parteiinternen Ausmarchung Kantonsrat Daniel Hodel. Dieser scheiterte später jedoch schon im ersten Wahlgang klar, weshalb er auf den zweiten Wahlgang verzichtete, den schliesslich Richard Wolff (AL) gegen Marco Camin (FDP) gewann.

Die Grünliberalen kamen in den letzten Wahlen 2010 auf einen Wähleranteil von 9,8 Prozent, was zu 12 Sitzen im Gemeinderat reichte. Ihre Stadtratskandidatin Denise Wahlen landete aber weit abgeschlagen auf Rang 13. Zum Vergleich: Die Grünen erzielten 11,1 Prozent Wähleranteil, 14 Sitze im Parlament und 2 im Stadtrat. Sie haben diese Woche Gemeinderat Markus Knauss auf den Schild gehoben, um den Sitz der zurücktretenden Ruth Genner zu halten. SP, SVP und FDP werden ihre Kandidatinnen und Kandidaten nach den Sommerferien wählen.

SDA/jr

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