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Auf der Waid badeten Frauen mit grünen Haaren

Bis 1969 konnten die Zürcher auf einer Waldlichtung baden. Die Stadt liess die Anlage schliesslich vergammeln.

Einzig die Garderobe erinnert auf dem Spielplatz Waidbad noch daran, dass auf der Waldlichtung oberhalb der Tennisplätze und des Tessiner Grottos einst gebadet wurde. Das Becken ist längst zugeschüttet, das Areal ein Abenteuerspielplatz. Dabei zog das private Bassin im Wald an schönen Tagen gegen 3000 Besucher an, Affoltemer, Wipkinger und Höngger. Darunter waren auch Alteingesessene, die sich noch heute wöchentlich im Grotto am Stammtisch treffen.

«Im Hochsommer war es ein richtiger Fleischmarkt», sagt einer. Auf der Liegewiese war jeder Flecken Grün belegt, rund um das 50-Meter-Becken mit drei Sprungbrettern bildeten sich Menschentrauben. Denn nicht selten spielten sich dort seltsame Szenen ab. «Meine blonde Schwester tauchte nicht nur einmal mit grünen Haaren auf», sagt Dora de Capitani vom Ortsmuseum Höngg. Wegen der Nähe zum Wald musste das Wasser übermässig gechlort werden, was zur Haarverfärbung führte.

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