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«Wir sind für den Regen gerüstet»

Heute startet das viertägige Zürich Openair. Der Boden ist trocken, es könnte Regen kommen – doch die Organisatoren haben sich gewappnet.

Alles steht breit: Eine erste Band spielt auf der Hauptbühne. (22. August 2018) Bild: Tamedia
Alles steht breit: Eine erste Band spielt auf der Hauptbühne. (22. August 2018) Bild: Tamedia

Heute Abend eröffnet die Rockband Imagine Dragon aus Las Vegas das 8. Zürich Openair. Das Musikfestival dauert vier Tage und findet wie in früheren Jahren auf einem über 90'000 Quadratmeter grossen Acker zwischen Opfikon und Glattbrugg statt. Die Organisatoren erwarten insgesamt 80'000 Zuschauer.

Für Donnerstag und Freitag sind laut Meteonews in der Region Zürich gewitterartige und somit teils kräftige Regengüsse angekündigt – und das verträgt sich schlecht mit der momentanen Trockenheit. Der diesjährige Sommer war aussergewöhnlich heiss, in der Region wurde von April bis August die trockenste Periode seit Messbeginn registriert. In der Nacht auf Samstag sollte eine Kaltfront die Schweiz erreichen, die Niederschläge und auf das Wochenende mildere Temperaturen in die Schweiz bringt.

Regen kann nicht versickern

«Die Ackerböden in der Schweiz sind zurzeit extrem trocken, dadurch können sie das Regenwasser sehr schlecht schlucken», sagt Cédric Sütterlin von Meteonews. Vor allem Gewitter seien für trockene Böden nicht ideal, weil in kurzer Zeit grosse Niederschlagsmengen fielen, welche dann nicht versickerten und oberflächlich abflössen, warnt Sütterlin.

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Die Premiere war in manchen Bereichen ein Desaster – nicht nur wegen des Wetters: Zürich Openair 2010.
Die Premiere war in manchen Bereichen ein Desaster – nicht nur wegen des Wetters: Zürich Openair 2010.
Keystone
Petrus kannte keine Gnade: Dauerregen verwandelte das Gelände in einen Sumpf.
Petrus kannte keine Gnade: Dauerregen verwandelte das Gelände in einen Sumpf.
Keystone
Wie das Wetter, so das Konzert: Das Konzert von Hole mit Frontfrau Courtney Love vermochte nicht zu überzeugen.
Wie das Wetter, so das Konzert: Das Konzert von Hole mit Frontfrau Courtney Love vermochte nicht zu überzeugen.
Keystone
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Das Stichwort «Regen» weckt bei fleissigen Festivalbesuchern unangenehme Erinnerungen an das Jahr 2010. Damals verwandelten starke, anhaltende Regenfälle das Gelände in der Nähe des Zürcher Flughafens in einen einzigen Sumpf. Der Schlamm war derart tief, dass die Besucher mit ihren Schuhen beinahe im Boden stecken geblieben waren.

Viele Wege mit Platten ausgelegt

Die Veranstalter lassen sich von den Wetterprognosen nicht aus der Ruhe bringen. «Wir hoffen, dass der Regen sich in Grenzen hält, und nehmen es, wie es kommt», sagt Barbara Kallenberg, Sprecherin des Zürich Openair. Um den trockenen Ackerboden zu schonen, habe man aber spezielle Vorkehrungen getroffen: «Wir haben bezüglich Geländebeschädigung vorgesorgt, indem wir dieses Jahr viele Wege – auch Notausgänge – auf dem Festivalgelände mit Holzplatten ausgelegt haben.»

Zum Hauptzugang auf das Areal führt ein Kiesweg, und auch die Fläche vor der grossen Hauptbühne wurde extra verstärkt, indem sie mit speziellen, sechseckigen Kunststoffplatten ausgelegt wurde. 30 Prozent des Geländes seien mit solchen bedeckt. «Wir sind für den Regen gerüstet», sagt Kallenberg.

Tritt am Samstagabend am Zürich Openair auf: Liam Gallagher, der ehemalige Frontman von Oasis. (Foto: Hugo Marie/Keystone)

Lamar und Gallagher

Das Zürich Openair mischt musikalisch auch in diesem Jahr wieder an der Spitze mit. Morgen Abend steht der Auftritt des fünffachen Grammy-Gewinners Kendrick Lamar auf dem Programm, und am Freitagabend wird ein weiterer «Big Fish» auf der Bühne zu sehen sein: Liam Gallagher, der ehemalige Frontman von Oasis, tritt mit seiner Show «As You Were» auf.

Neben diesen beiden Topstars gibt es auch sonst Interessantes: Gespannt darf man zum Beispiel auf Charlotte Gainsbourg sein, die Tochter von Schauspielerin Jane Birkin, die erstmals am Zürich Openair auftritt.

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