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Ausgeschaffter Zürcher Rapper darf bald die Schweiz besuchen

Vor mehr als neun Monaten musste Besko die Schweiz verlassen. In wenigen Monaten kann er zurückkehren – für ein paar Tage.

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Will eine Auffangstation für Ausgeschaffte aufbauen: Der Zürcher Rapper Besko lebt seit vergangenem Oktober in Kosovo.
Will eine Auffangstation für Ausgeschaffte aufbauen: Der Zürcher Rapper Besko lebt seit vergangenem Oktober in Kosovo.
Sophie Steiger

Nötigung, Diebstahl und bewaffneter Raubüberfall. Der Zürcher Rapper Besko sass wegen diverser Delikte eine fünfjährige Freiheitsstrafe in der Schweiz ab, verlor seine Aufenthaltsbewilligung und wurde im vergangenen Oktober ausgeschafft – nach Kosovo. Dort habe er mittlerweile Fuss gefasst, berichtet der «Blick».

Der mittlerweile 32-jährige Besko nutzt in seiner neuen Heimat die engen Verflechtungen Kosovos mit der Schweiz. Er berät Unternehmen und übersetzt Texte von Albanisch auf Deutsch: «Zudem coache ich ein Callcenter, das von Kosovo in die Schweiz telefoniert. Ich erkläre, wie man mit Schweizern am Telefon sprechen muss», so der Rapper zu «Blick». Sein Lohn betrage etwa 700 Euro pro Monat. Für kosovarische Verhältnisse ein guter Lohn, denn der Durchschnitt liege um die 350 Euro.

Obwohl Besko sich in Kosovo stets wohler fühlt als in der Schweiz, habe er wenige Freunde. Auf der Arbeit sei er zwar viel mit Menschen zusammen, doch gehe er nach Hause, sei er oftmals alleine. Seine Zukunft sieht er in der Schweiz. Noch darf er nicht zurückkehren. Bei Besko dauert die Einreisesperre noch vier Jahre. Und trotzdem darf er schon bald wieder in die Schweiz kommen. Nach einem Jahr darf er sein Kinder besuchen gehen, für zwei Wochen. Ein Jahr später darf er dann bereits für einen Monat in die Schweiz.

Doch zuerst will er sich einem neuen Projekt widmen. In Kosovo lernte Besko andere ausgeschaffte Kriminelle aus der Schweiz kennen. Weil die Gefahr gross sei, dass diese wieder rückfällig würden, möchte er verurteilten Kosovaren helfen, im Alltag wieder Fuss zu fassen. Die Idee: in Kosovo eine Auffangstation für Ausgeschaffte und Ex-Kriminelle einzurichten.

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