Zum Hauptinhalt springen

Bahnhofstrasse: «Das Tram muss weg»

Standortberater Marc-Christian Riebe will das Tram von der grössten Zürcher Einkaufsmeile verbannen. Das sei gut für die Geschäfte und die Sicherheit.

«Die Stadt platzt aus allen Nähten», sagt Marc-Christian Riebe. Das stellt der Immobilienspezialist und Standortberater ganz besonders an der Bahnhofstrasse fest, wo er schon einem Dutzend Unternehmen ein Ladenlokal vermitteln konnte. In den nächsten 20 Jahren rechnet die SBB am Hauptbahnhof mit einer Erhöhung der Passagierfrequenzen von heute 300'000 auf 500'000 Personen pro Tag. Und weil der Deutsche sich vor allem mit der Bahnhofstrasse befasst, ist für ihn klar: «Das Tram muss weg.»

Riebe publiziert jährliche Erhebungen über die Entwicklung der Mietpreise an der Bahnhofstrasse. Dabei beobachtet er auch die Entwicklung der Fussgängerströme. An den Lichtsignalen Urania- und Sihlstrasse sieht er regelmässig überfüllte Trottoirs, «wo die Leute kaum mehr aneinander vorbeikommen». Und wenn auch die Unfallstatistik an der Bahnhofstrasse nicht so schlecht aussehe, sei es nur noch eine Frage der Zeit, bis «ein schlimmer Personenunfall mit einem Tram» passiere. Darum müsse es Zürich vielen ähnlichen europäischen Städten gleichtun und die zentralste Einkaufspassage der Stadt zu einer reinen Flanierzone umfunktionieren. Als Beispiele zählt Riebe Städte wie München, Kopenhagen, Wien oder Hamburg auf.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.