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Bank Sarasin bezieht attraktivstes Grundstück der Stadt

Im Park der Villa Rosau lassen sich die Baur-au-Lac-Erben von Gigon/Guyer ein Geschäftshaus bauen. Die Bank Sarasin mietet es für vierzig Jahre.

Es ist eines der begehrtesten Grundstücke der Stadt Zürich.
Es ist eines der begehrtesten Grundstücke der Stadt Zürich.
PD
Die Villa Rosau am Schanzengraben.
Die Villa Rosau am Schanzengraben.
PD
Grenzt an den Neubau an: Die Villa Rosau.
Grenzt an den Neubau an: Die Villa Rosau.
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Das rund 8500 Quadratmeter grosse Areal zwischen Kongresshaus, Tonhalle und Hotel Baur au Lac sei einer der privilegiertesten Orte Zürichs, sagte Architekt Mike Guyer am Mittwoch in Zürich. Heute ist es mit Parkplätzen und Nebengebäuden bebaut. Vom Büro Gigon/Guyer stammt unter anderem der Entwurf für den Prime Tower.

Für den «aussergewöhnlichen Ort» ist nun ein L-förmiges Gebäude geplant, das einerseits die städtebauliche Blockstruktur der Umgebungsbebauung aufnimmt. Andererseits setzt es sich jedoch durch die Wahl der Baumaterialien bewusst vom Bestand ab.

Heikler Baugrund

So wird das Bürohaus nicht verputzt, sondern erhält eine Fassade, die aus viel Glas und bronzefarbenen Metallprofilen besteht. Damit entstehe der Eindruck eines dunklen Gebäudes im Grün, erklärte Guyer. Bezug nimmt der Neubau auf die schmiedeeisernen Zäune im Park und die gusseiserne Glasdachkonstruktion der Tonhalle.

Entlang der Claridenstrasse entsteht eine grüne Vorzone, so dass der Eindruck von «Gebäuden im Park» entstehe, sagte Guyer. Die Verbindung zur Villa Rosau schafft eine Durchfahrt gegenüber dem Tonhalleneingang. Auch unterirdisch wird die Villa mit dem Neubau verbunden.

Der Bau der beiden Tiefgeschosse, in denen sich unter anderem 85 Parkplätze befinden, sei der heikelste Punkt im Bauprozess, erklärte der Architekt. Denn das gesamte Gelände am See wurde einst aufgeschüttet. Der Neubau wird im Minergie-Standard erstellt. Er wird mit einer Seewasserwärmepumpe geheizt und gekühlt und erhält auf dem Dach eine Photovoltaik-Anlage, die jährlich 31 Megawattstunden Strom produziert.

40 Jahre Mietdauer

Hauptmieterin des Neubaus wird die Bank Sarasin, die hier rund 350 Arbeitsplätze zusammenfassen kann. Sie hat mit der Villa Rosau AG einen Mietvertrag über 40 Jahre geschlossen. Neben den Geschäftsräumen entstehen in den beiden Obergeschossen in Richtung Schanzengraben zwei Wohnungen.

Ausserdem ist an der Ecke Gotthard-/Claridenstrasse ein Restaurant mit Aussenbereich geplant. Es soll eine sogenannte «Bakery» mit lockerer Atmosphäre werden, die die Villa Rosau AG in Eigenregie betreibt.

Park bleibt privat

Mit dem Bau soll im Januar oder Februar 2012 begonnen werden. Bezugsfertig ist das Bürogebäude voraussichtlich Mitte 2014. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 110 Millionen Franken. Darin eingeschlossen ist auch die grundlegende Sanierung der Villa Rosau.

Die 1844/45 erbaute Villa wird auch weiterhin vom Club Baur au Lac genutzt und umfasst Bar- und Restauranträume, Bankettsäle, Konferenz- und Besprechungsräume. Die Sanierung der Villa sei ein Hobby, für das der Neubau als Querfinanzierung diene, sagte Charles Roulet, Delegierter des Verwaltungsrats der Villa Rosau AG.

Wenn das Zürcher Stimmvolk 2008 den Neubau des Kongresszentrums nicht abgelehnt hätte, wäre auf dem Areal ein Hotel gebaut worden. Damit wäre der Park öffentlich zugänglich geworden. Nun wird er zwar saniert, bleibt aber Privatpark.

SDA/cal

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