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Bombenleger von Höngg muss 8 Jahre ins Gefängnis

Der Auftrag kam von einem serbischen Drogenboss: Ein Mann sollte im Kreis 10 eine Autobombe legen. Dafür wurde er zu einer Freiheitsstrafe von 8 Jahren verurteilt.

Sollte in die Luft fliegen: Das Auto, in dem der Sprengsatz gefunden wurde.
Sollte in die Luft fliegen: Das Auto, in dem der Sprengsatz gefunden wurde.
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Das Bundesstrafgericht in Bellinzona hat den 32-Jährigen am Freitag des versuchten Mordes schuldig gesprochen. Die 137 Tage, die er bereits in Untersuchungshaft verbrachte, werden ihm dabei angerechnet. Seine Strafe wird er im Kanton Zürich absitzen.

Die Tat des Angeklagten wiege sehr schwer, sagte der Gerichtsvorsitzende bei der Bekanntgabe des Urteils. Er habe mit der Autobombe Leib und Leben zahlreicher Menschen in Gefahr gebracht.

Er habe zwar Skrupel bekommen und die Bombe nicht explodieren lassen. Doch sie sei scharf gewesen und hätte durchaus auch aus einem anderen Grund hochgehen können.

Freispruch für zweiten Angeklagten

Der zweite Angeklagte, ein 28-jähriger vorbestrafter Hilfsarbeiter aus der Region Basel, wurde vom Vorwurf der Gehilfenschaft freigesprochen. Seine DNA wurde in Form einer Schweiss-Spur auf Innenteilen jenes Handys gefunden, das die Bombe hätte explodieren lassen sollen.

Es sei aber nicht zweifelsfrei bewiesen, dass diese DNA beim Anlöten von Drähten dorthin gekommen sei, befand das Gericht. Ins Gefängnis muss der Mann dennoch: Das Gericht verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten, weil er unter anderem mehrfach betrunken Auto gefahren war und Polizisten attackiert und verletzt hatte.

Die 354 Tage, die er bereits in Untersuchungshaft verbracht hatte, werden ihm dabei angerechnet. Die restlichen rund 2 Monate, die ihm nun noch bevorstehen, wird er im Kanton Basel-Land absitzen.

SDA/cal

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