Zum Hauptinhalt springen

Bürgerliche Parteien planen für Stadtratswahlen ein «5er-Päckli»

CVP, FDP und SVP wollen bei den Zürcher Stadtratswahlen vom Frühjahr 2018 zusammenspannen. Sie denken an ein 5er-Kandidaten-Päckli. Entschieden ist aber noch nichts.

Erste Rauchzeichen: Laut Severin Pflüger, dem Präsidenten der städtischen FDP, planen FDP, CVP und SVP ein Päckli.
Erste Rauchzeichen: Laut Severin Pflüger, dem Präsidenten der städtischen FDP, planen FDP, CVP und SVP ein Päckli.
Giorgia Müller

«Ein 5er-Päckli ist angedacht, eine Zusammenarbeit zeichnet sich ab», sagte Severin Pflüger, Präsident der FDP Stadt Zürich, am Donnerstag am Rande einer Medienkonferenz, bei der es eigentlich um die Abstimmung zur Unternehmenssteuerreform ging. «Entschieden ist es aber noch nicht. Es hängt von den Personalien ab.» Denn die vorgeschlagenen Kandidaten - auch die Stadträte, die zur Wiederwahl antreten - müssten allen drei Parteien genehm sein, so Pflüger.

Wie ein solches 5er-Ticket aussehen könnte, ist demnach noch offen. Auch die Namen von möglichen Kandidaten gibt die FDP noch nicht bekannt. Die Findungskommission sei an der Arbeit, sagte Pflüger.

Eigenständiger Wahlkampf

Man werde sich zwar personell und inhaltlich koordinieren, seine Partei wolle jedoch eigenständig sein, sagte der FDP-Präsident weiter. Dies betonte auch Markus Hungerbühler, Präsident CVP Stadt Zürich: «Jede Partei wird einen eigenständigen Wahlkampf betreiben».

Für die CVP ist klar, dass sie ihren Sitz verteidigen will. «Wir werden - Stand heute - mit einem Kandidaten antreten», sagte Hungerbühler. Ihr Stadtrat Gerold Lauber werde frühzeitig bekannt geben, ober er nochmals antritt. «Wenn er antritt, dann werden wir ihn unterstützen.»

Bedeckt hält sie die Stadtzürcher SVP. Deren Präsident Mauro Tuena wollte das 5er-Ticket nicht bestätigen und sagte lediglich, dass Gespräche stattfinden.

«Wir wissen noch nicht, wer wieder antritt und wer nicht», sagte Tuena. Er selber stehe jedoch als Kandidat nicht zur Verfügung, betonte er gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Als Nationalrat habe er ein spannendes Amt in Bundesbern.

Angriff auf Wolff und Nielsen

Von den amtierenden Stadträten hat bisher erst Richard Wolff (AL) angekündigt, dass er wieder antreten will. Die AL muss Wolffs Nomination an der Vollversammlung allerdings noch offiziell bestätigen.

Wolffs Sitz soll mit dem 5er-Ticket erobert werden. «Wir werden auf Richard Wolff spielen», bestätigte Severin Pflüger. Auch die SP nimmt er ins Visier: «Wir werden auch die Schwächeren im SP-Lager - namentlich Claudia Nielsen - angreifen.» Und falls Corine Mauch (SP) nochmals als Stadtpräsidentin antrete, werde es auch für sie nicht einfach werden. Im neunköpfigen Zürcher Stadtrat sitzen aktuell vier Mitglieder der SP, zwei der FDP, und je ein Mitglied der AL, der Grünen und der CVP.

SDA

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch