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Bürgerliche üben wegen verurteiltem Polizeikommandanten Druck auf Leupi aus

Polizeivorsteher Daniel Leupi (Grüne) steht weiterhin zu Daniel Blumer, der wegen Verkehrsdelikten verurteilt worden ist. Die Bürgerlichen koppeln Leupis Schicksal an jenes des neuen Polizeikommandanten.

Das Kommando der Stadtpolizei Zürich übernimmt Daniel Blumer von Philipp Hotzenköcherle erst am 1. Juni. Doch seit gestern, 1. Mai, steht er zwecks Einarbeitung im Dienst. Sein Vorgesetzter, Polizeivorsteher Daniel Leupi (Grüne), hat sich nun ein zweites Mal hinter ihn gestellt, nachdem Blumer kürzlich von der Staatsanwaltschaft Baden zu 40 Tagessätzen bedingt und 3500 Franken verurteilt worden war.

Blumer war auf der Autobahn einem anderen Fahrer «aufgehockt» und hatte rechts überholt. Ihm droht nun zusätzlich der Entzug des Führerausweises für mindestens drei Monate. Denn Blumer ist bereits zwei Mal wegen Verkehrsdelikten verzeigt worden.

«Der Polizeivorstand trägt das Risiko»

Leupi hatte Blumer das Vertrauen ausgesprochen, nachdem der Vorfall von Ende Februar Anfang März bekannt geworden war. Daran ändere die nun bekannte Verurteilung und das Strafmass nichts, wird Leupis Sprecher Reto Casanova in der heutigen NZZ zitiert.

Skeptisch reagieren die Parteien auf Blumers Verurteilung – und üben Druck auf Leupi aus. «Der Polizeivorstand trägt das Risiko», sagt etwa FDP-Präsident Michael Baumer. Bezüglich Blumer meint Baumer gegenüber der NZZ, ein solcher Start sei für jemanden mit Vorbildfunktion keineswegs ideal. SVP-Fraktionschef Mauro Tuena meint, Blumers Übertretungen seien «nicht einfach nichts». Der neue Kommandant dürfe sich keine Fehltritte mehr leisten.

GLP-Chef Gian von Planta spricht von einer «schweren Hypothek» für Blumer, während SP-Gemeinderat David Sangines Leupis Entscheid, an Blumer festzuhalten, richtig findet.

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