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Bund fahndet nach fehlbarem Piloten

Der Fall vom Kleinflugzeug, das am Freitag den Luftraum über dem Flughafen verletzte, wird zur Bundessache. Dem Piloten drohen Lizenzentzug oder andere Sanktionen.

tif
Ein Dutzend illegale Eindringlinge in vier Wochen: Der Luftraum über dem Zürcher Flughafen.
Ein Dutzend illegale Eindringlinge in vier Wochen: Der Luftraum über dem Zürcher Flughafen.
Keystone

Der Vorfall vom vergangenen Freitag hat Folgen. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) wird voraussichtlich ein Strafverfahren gegen den Piloten anstrengen, der mit seinem einmotorigen Kleinflugzeug gleich mehrmals illegal in den Luftraum des Zürcher Flughafens eingedrungen ist. Allenfalls werde der Fall auch an die Bundesanwaltschaft überwiesen, wie Bazl-Sprecherin Martine Reymond gegenüber der NZZ sagte.

Gemäss ersten Berichten ist das Kleinflugzeug in Deutschland immatrikuliert. Wie Reymond sagt, sei mit Deutschland staatsvertraglich geregelt, dass bei Luftraumverletzungen wie jener am Freitag länderübergreifende Strafverfahren möglich sind. Das Bazl kann also mit dem ausländischen Piloten gleich verfahren wie mit einem Schweizer. Möglich sind Bussen, ein Lizenzentzug oder ein Verbot, den Schweizer Luftraum zu nutzen. Auch könnte der Pilot zu einer Nachschulungen oder einem Checkflug mit einem Inspektor des Bazl verpflichtet werden.

Der Vorfall vom Freitag ist nicht der einzige dieser Art in Zürich. Ein Dutzend Eindringlinge im sogenannten Nahverkehrsbereich des Flughafens hat die Flugsicherung allein in den letzten vier Wochen registriert. Die Lotsengewerkschaft Aerocontrol verlangt deshalb vom Bazl, dass es die Luftraumstruktur vereinfacht und damit für Freizeitpiloten verständlicher gestaltet.

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