Bund will mindestens 18,5 Millionen für Meteo-Haus am Zürichberg

Der ehemalige Sitz von Meteo Schweiz soll an den Meistbietenden gehen. Das Vorgehen sei skandalös, sagt Jacqueline Badran.

2845 Quadratmeter Wohnfläche, 4864 Quadratmeter Grundfläche: Der ehemalige Sitz von Meteo Schweiz an der Krähbühlstrasse steht zum Verkauf. Bild: Screenshot Google Maps

2845 Quadratmeter Wohnfläche, 4864 Quadratmeter Grundfläche: Der ehemalige Sitz von Meteo Schweiz an der Krähbühlstrasse steht zum Verkauf. Bild: Screenshot Google Maps

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Mindestens 18,5 Millionen Franken soll der ehemalige Sitz von Meteo Schweiz am Zürichberg dem Bund einbringen. Dieser hat die Liegenschaft mit knapp 4900 Quadratmetern Grundfläche auf einer Immobilienplattform zu diesem Richtpreis ausgeschrieben, berichtete der «SonntagsBlick» gestern.

Das Grundstück und die Gebäude liegen an bester Lage weit oben am Zürichberg. Der Blick über die Stadt, auf den See und hinein in die Berge ist grandios. Im Inserat wird die Nachbarschaft zum Dolder Grand, dem Fifa-Hauptsitz und dem Zoo Zürich hervorgehoben.

Motion gegen das Bieterverfahren

Aufgrund der Lage und der Gebäudestruktur dränge sich eine Umnutzung geradezu auf, heisst es weiter. Der Kreis 7 gelte als beliebte Wohnlage, weshalb Miet- oder Eigentumswohnungen eine hohe Nachfrage geniessen dürften. Der Bund will die Liegenschaft im Bieterverfahren veräussern, die Gebote dürften höher sein als der Richtpreis.

Dieses Bieterverfahren hat bereits eine Motion im Zürcher Gemeinderat ausgelöst. SP, AL und EVP erklären darin, das Vorgehen des Bundes sei nicht vereinbar mit Artikel 13 der Verordnung über das Immobilien­management und die Logistik des Bundes. Dieser garantiere Kantonen und Gemeinden ein Vorkaufsrecht auf bundeseigene Liegenschaften.

Das Vorkaufsrecht als Farce?

Die Stadt Zürich müsse dieses nun einfordern, fordern die Fraktionen. Gerade am Zürichberg, wo bezahlbare Wohnungen und Gewerberaum Mangelware seien, müsse die Stadt im Sinne der sozialen Durchmischung solche Kaufgelegenheiten für neue Liegenschaften nutzen.

Ein Sprecher des Bundesamts für Bauten und Logistik sagte ­gemäss «SonntagsBlick», Kanton und Stadt würden nach ­Abschluss des Bieterverfahrens gefragt, ob sie den gebotenen Höchstpreis bezahlen würden. SP-Nationalrätin Jacqueline Badran findet das Vorgehen skandalös. Dieses mache das Vorkaufsrecht von Kanton und Stadt Zürich zur Farce. (zet)

Erstellt: 27.05.2019, 09:24 Uhr

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