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«Bundesgericht segnet Querulantentum ab»

Der Zürcher Justizdirektor Martin Graf übt massive Kritik an den Schweizer Richtern im Fall Carlos. Das Bundesgericht habe mit seinem Entscheid die «Obstruktion eines Jugendlichen» belohnt.

«Müsste ich ein schlechtes Gewissen haben?»: Regierungsrat und Justizdirektor Martin Graf.
«Müsste ich ein schlechtes Gewissen haben?»: Regierungsrat und Justizdirektor Martin Graf.
Sophie Stieger

Haben Sie ein schlechtes Gewissen? Nein. Müsste ich?

Ein Fall in Ihrer Direktion lief ein halbes Jahr lang schief. Wir machten Fehler, die wir korrigieren. Es war falsch, dass der Fall Carlos durch einen TV-Beitrag über die Jugendanwaltschaft öffentlich wurde und einen Medienrummel verursachte. Das erste Sondersetting war zu wenig sorgfältig ausgearbeitet: Es gab keine Psychotherapie und zu wenig Bildung, dafür zu hohe Kosten und sogar bezahltes Thaiboxen. Das Controlling war nicht genügend.

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