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Bundesrat will im Rätoromanisch-Streit vermitteln

Die ETH Zürich streicht ihren Beitrag an das Studienfach Rätoromanisch an der Uni Zürich. Die Regierung will allenfalls eingreifen.

Zwist mit dem Kanton Graubünden: Die ETH streicht ihren jährlichen Beitrag von 100'000 Franken an das Studienfach Rätoromanisch. (Archiv)
Zwist mit dem Kanton Graubünden: Die ETH streicht ihren jährlichen Beitrag von 100'000 Franken an das Studienfach Rätoromanisch. (Archiv)
Keystone

Der Bundesrat respektiert den Entscheid, dass die ETH ihren Beitrag an das Fach Rätoromanisch an der Uni nicht mehr leisten will. Er ist aber bereit, nötigenfalls zu intervenieren.

Falls notwendig, will der Bundesrat zwischen den betroffenen Kantonen und Hochschulen vermitteln, damit ein angemessenes Bildungsangebot aufrecht erhalten werden kann. Das schreibt er in der Antwort auf eine Frage von Nationalrätin Silva Semadeni (SP/GR) in der Fragestunde des Nationalrats vom Montag. Sie wollte wissen, wie der Bundesrat ein qualifiziertes Romanischstudium sichern will.

Eine Frage der Kultur und der Autonomie

Dieser erinnerte daran, dass der Bund den Kanton Graubünden bei der Erhaltung und Förderung der rätoromanischen Sprache und Kultur unterstützt. Er erinnerte aber auch an die Autonomie der ETH und an die Kompetenz der Kantone, das Studienangebot auszugestalten.

Anfang September ist bekannt geworden, dass die ETH den Beitrag von jährlich 100'000 Franken an die Oberassistentenstelle des Studienfachs Rätoromanisch an der Universität Zürich per Ende 2018 streichen will. Die Graubündner Regierung verlangt von der ETH, auf ihren Entscheid zurückzukommen.

SDA/fal

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