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Schwules Pärchen auf der Ampel?

Farbige Zebras für Zürich als Zeichen für die LGBT-Bewegung: Das fordern zwei SP-Gemeinderäte vom Stadtrat.

Augenzwinkernde Reverenzen an Homosexuelle gibt es in aller Welt. Video:Tamedia/AFP/Youtube

Vielleicht, und das ist die Hoffnung der beiden SP-Politiker Simone Brander und Alan David Sangines, macht ein Jubiläum unsere Stadt ein bisschen farbiger. Im kommenden Juni jedenfalls findet die Gay Pride in Zürich zum 25. Mal statt. Wäre es da nicht möglich, fragen Brander und Sangines den Stadtrat in einem Postulat, im Verkehr ein Zeichen zu setzen, ein Signal für mehr Toleranz gegenüber Lesben, Schwulen und Transmenschen (LGBT)?

Einer könnte doch «anders» bleiben

Die beiden SP-Gemeinderäte ziehen Beispiele aus dem Ausland heran: die Ampelpärchen aus Wien oder die farbigen Zebrastreifen aus dem Ausland. Im Pariser Quartier Marais etwa gibt es solche bunten Streifen für mehr Toleranz schon, ebenso in Denver, Atlanta, Seattle oder New Jersey. So eine Kreuzung, wie die in Maplewood, New Jersey, jedenfalls wäre ein echter Hingucker, würde jede Zürcher Quartierstrassenkreuzung aufwerten. Brander und Sangines fordern den Stadtrat auf, solche Möglichkeiten zu prüfen. Und darüber hinaus, ob nicht vielleicht ein Zebrastreifen, ein Lichtsignal auch über das Jahr 2019 «anders» bleiben dürfe. Als «starkes Bekenntnis zur Gleichstellung von LGBT», wie Simone Brander und Alan David Sangines schreiben.

Die Ampelmännchen – also Ampelfrauen – von Wien. Foto: Keystone
Die Ampelmännchen – also Ampelfrauen – von Wien. Foto: Keystone

Die Ampelpärchen von Wien wurden 2015 anlässlich des Eurovision Song Contests installiert. Drei verschiedene Sujets zeigten den Fussgängern an, ob sie Rot oder Grün haben: Mann-Frau, Mann-Mann, Frau-Frau stünden für die Weltoffenheit der Stadt, schreibt Wien auf seiner Internetseite.

Mehr Aufmerksamkeit und mehr Aufmerksamkeit

Als netter Nebeneffekt haben die Ampeln die Verkehrssicherheit an den betreffenden Übergängen erhöht. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die die Stadt Wien in Auftrag gegeben hat. Einerseits, weil anderes unsere Aufmerksamkeit fordert, andererseits, weil dank den Paaren die Leuchtfläche der Symbole um rund 40 Prozent grösser ist.

Dass es bunte Fussgängerstreifen auf der Strasse nicht einfach haben, ist Brander und Sangines durchaus bewusst. «Die Signalisationsverordnung des Bundes regelt die Signalisation des Strassenverkehrs. Die Verordnung hält beispielsweise die Länge und Farbe des Zebrastreifens explizit und ohne Ausnahme fest», schreiben sie in ihrem Postulat. Ohne Ausnahme? Da man aus Wien nun aber weiss, dass so eine Umsignalisation neben der Aufmerksamkeit für eine gesellschaftliche Gruppe auch die Aufmerksamkeit für die schwachen Verkehrsteilnehmer fördert, geht der Appell an die zuständigen Instanzen: Da muss sich doch etwas machen lassen, oder?

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