Caliente: Kontrolle aus der Luft

Die Polizei kreiste am diesjährigen Latin-Music-Festival erneut mit einem Helikopter über der Langstrasse.

Das traditionelle Caliente im Langstrassenquartier zog rund eine Viertelmillion Besucher an. (Archivbild: Tages-Anzeiger/Thomas Egli)

Das traditionelle Caliente im Langstrassenquartier zog rund eine Viertelmillion Besucher an. (Archivbild: Tages-Anzeiger/Thomas Egli)

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Was am Züri-Fäscht schon seit längerer Zeit die Regel ist – dass die Menschenströme von der Luft aus überwacht werden –, ist an diesem Wochenende auch am Caliente im Kreis 4 der Fall: Ein Helikopter überflog mehrfach das Latin-Music-Festival im Langstrassenquartier und gab Meldungen über allfällige kritische Situationen. Laut Marc Surber, Sprecher der Stadtpolizei Zürich, wurde dazu ein Helikopter der Kantonspolizei eingesetzt.

Die Caliente-Organisatoren hatten rund eine Viertelmillion Besucher erwartet. Schliesslich sind laut Organisator Roger Furrer sogar rund 300'000 Besucher gekommen. Kritische Situationen habe es während des ganzen Wochenendes nicht gegeben.

Lagebeurteilung aus der Luft

Dies bestätigt auch Stapo-Sprecher Surber. Einmal sei die Meldung eingegangen, dass die Menschenmasse an der Piazza Cella an der Langstrasse eine kritische Grösse erreicht habe. Der Blick aus der Luft auf den Platz hinunter habe aber gezeigt, dass in den Nebenstrassen genügend freie Zonen vorhanden gewesen wären, wohin die Menschen ausweichen könnten.

An diesem Beispiel zeigen sich die Vorteile einer Beobachtung aus der Luft: Vom Helikopter heraus könne die Situation aus einer zusätzlichen Perspektive zu den Mitarbeitern vor Ort beurteilt werden, sagt Surber.

Crowd-Management seit fünf Jahren

In der Stadt Zürich werden bei Grossanlässen seit 2013 mittels Crowd-Management die Besucherströme gelenkt. Dies als Reaktion auf das Love-Parade-Unglück in Duisburg mit 21 Toten. So ist für das Züri-Fäscht eine App entwickelt worden, die sogenannte Personenlenkungsmassnahmen aufzeigt.

Die App wurde 2013 eingeführt und seither stark ausgebaut. Sie orientiert die Besucher darüber, wo sich viele Personen aufhalten und soll so helfen, kritische Situationen zu vermeiden. Beim letzten Züri-Fäscht 2016 wurden in den drei Tagen rund zwei Millionen Besucher geschätzt. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 09.07.2018, 14:14 Uhr

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