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Caquelon statt Botellón

Auf dem Helvetiaplatz trafen sich am Samstagabend mehrere Dutzend Personen zu einem Spontan-Fondue.

«Figugegl» einmal anders: Teilnehmer des Open-Air-Fondues auf dem Helvetiaplatz.
«Figugegl» einmal anders: Teilnehmer des Open-Air-Fondues auf dem Helvetiaplatz.
Reto Oeschger

Vielleicht war es eine Kirschidee, zumindest aber eine, die während eines gemeinsamen Fondues entstanden ist. Denn zum heissen Käseessen hatten sich Petra, Sabine, Andi und Hansjürg in den letzten Sommern jeweils in der Bäckeranlage getroffen und zuletzt gedacht, dass der Anlass durchaus mal etwas grösser sein dürfte. Schliesslich ist Fondue ja gut und gibt eine gute Laune.

Ohne Hilfe von Facebook

«Figugegl» eben, wie der Werbespruch heisst, den die Käseunion einst lancierte und der bis heute kleben geblieben ist. Gedacht, getan, mailten die vier Zürcher einen Flyer an je etwa 20 Bekannte. Mit dem Aufruf, für den Samstag eine Fondue-Crew samt Käse, Caquelon und so weiter zu organisieren, und der dringenden Bitte, das Ganze ja nicht auf Facebook zu posten. Was dann geschehen könnte, weiss man ja spätestens, seit vor zwei Jahren ein 17-Jähriger einen Aufruf zum Botellón-Besäufnis auf der Site platzierte und sich innert kürzester Zeit 3500 anmeldeten.

Mehr Leben

Ganz so viele erschienen am Samstag deshalb nicht auf dem Helvetiaplatz, aber doch zwischen 60 und 70 Leute, die friedlich um ihre Réchauds sassen, Käse schmolzen, assen und plauderten. Wieso auf dem Helvetiaplatz? Weil der Platz trotz aller Velobörsen, Caliente, Chilbi und Märkten irgendwie brachliege. Mit anderen Worten: etwas mehr Leben könne nicht schaden, und das hatten am Nachmittag auch die Abtreibungsgegner gefunden, die sich hier zu einer Kundgebung trafen.

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