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«Christus lädt nicht jeden und jede zum Abendmahl ein»

Bischof Felix Gmür hat ein völlig anderes Verständnis von Kirche und gemeinsamem Abendmahl als Grossmünsterpfarrer Christoph Sigrist. Dennoch ist für beide ökumenische Kooperation der Normalfall.

Ökumene als gemeinsames Ziel: Pfarrer Christoph Sigrist (r.) und Bischof Felix Gmür. Fotos: Keystone und Reto Oeschger.
Ökumene als gemeinsames Ziel: Pfarrer Christoph Sigrist (r.) und Bischof Felix Gmür. Fotos: Keystone und Reto Oeschger.

Bis heute ist der «Zürcher Ökumenebrief» richtungsweisend. 1997 stellten die Kirchenoberen Ruedi Reich und Peter Henrici fest: «Längst ist uns bewusst, dass unsere Kirchen viel mehr miteinander verbindet als trennt.» Trifft das zu?

Sigrist: Im Kanton Zürich ist die Ökumene in vielen Projekten umgesetzt: in der Bahnhof-, Flughafen- oder SihlcityKirche, im sozialen Bereich und bei Bildungsangeboten. Im Normalfall haben wir gemeinsame Trägerschaften und Interessen – auch im Bereich der Politik, aktuell bei der Besteuerungsinitiative.Gmür: Wir sind nicht nur in der Taufe, im Glauben, im Wort Gottes und im gemeinsamen Zeugnis, sondern auch kulturell engstens verbunden. Von der Öffentlichkeit oder vom Staat werden wir als eine Stimme wahrgenommen.

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