Clown Larible zieht Berufung zurück

Der ehemalige Knie-Clown David Larible wurde wegen sexueller Handlung mit einem Kind schuldig gesprochen. Vor Gericht macht er nun einen Rückzug.

Ziehen Berufung grösstenteils zurück: David Larible (links) und sein Anwalt Valentin Landmann.

Ziehen Berufung grösstenteils zurück: David Larible (links) und sein Anwalt Valentin Landmann. Bild: Keystone

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Der Clown David Larible ist vor rund einem Jahr vom Zürcher Bezirksgericht wegen sexueller Handlung mit einem Kind schuldig gesprochen worden. Sein Anwalt legte Berufung ein. Nun wurde diese grösstenteils zurückgezogen.

Der ehemalige Knie-Clown David Larible ist im August 2017 wegen eines Übergriffs auf ein 14-jähriges Mädchen verurteilt worden. Bei der Bemessung der Strafe folgte das Gericht vollumfänglich der Staatsanwaltschaft: Larible wurde zu 160 Tagessätzen zu 120 Franken verurteilt, wegen sexueller Handlungen mit einem Kind. Larible muss dem Mädchen auch knapp 1500 Franken Schadenersatz und 2000 Franken Genugtuung zahlen. Ebenfalls zu seinen Lasten gehen die Kosten für die Psychotherapie, welche das Mädchen absolviert. Es leidet heute unter Angstzuständen und Schlafstörungen. Zudem muss er das Land für fünf Jahre verlassen. Nun zieht Larible seine Berufung aber grösstenteils zurück. Dies teilte das Zürcher Obergericht am Dienstag mit. «Insbesondere ist der Schuldpunkt nicht mehr angefochten», heisst es in der Mitteilung. Die Berufung beschränke sich neu nur noch auf die Frage der Landesverweisung sowie die Kostenfolge.

Berufung erfolgt schriftlich Die Berufung erfolge im schriftlichen Verfahren, schreibt das Gericht weiter. Die Berufungsverhandlung am Zürcher Obergericht vom 4. September findet deshalb nicht statt. Larible wurde vorgeworfen, im Oktober 2016 sei er während einer Tournee mit dem Zirkus Knie mit dem Mädchen auf ein Hotelzimmer beim Zürcher Hauptbahnhof gegangen. Anschliessend habe er ihr drei Zungenküsse gegeben, sie am Rücken sowie an der Taille gestreichelt und das Décolleté geküsst. Das Mädchen wollte eigentlich nur ein Buch über Clownskunst bei ihm im Hotelzimmer holen, weil es selber Artistin werden will. Kennengelernt hatten sich der Clown und das Mädchen, weil er es bei einer Vorführung zu sich in die Manege gerufen hatte. Valentin Landmann, der Anwalt des Clowns, bezeichnete die Vorwürfe des Mädchens als «Schwärmereien einer Pubertierenden». Er forderte vergeblich einen Freispruch. Keinen Erfolg hatte er auch mit der Forderung, die Staatskasse müsse seinen Mandanten für das erlittene Leid entschädigen. «Er wurde beruflich ermordet. Niemand wollte etwas mit dem Pädo-Clown zu tun haben.» (mrs/sda)

Erstellt: 28.08.2018, 11:55 Uhr

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