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CS verlangt 70 Prozent mehr Miete

Die Credit Suisse hat den Mietzins für ihre 130 Wohnungen in der Zürcher Brunau massiv erhöht. Jetzt setzen sich die Mieter zur Wehr.

tif

Die Mieterinnen und Mieter der CS-Siedlung beim Migros Brunaupark im Zürcher Kreis 3 staunten nicht schlecht, als sie am 1. April die neuen Abrechnungen für ihre Wohnungen in den Händen hielten. Die Mieten sind um bis zu 70 Prozent gestiegen. Eine langjährige Bewohnerin sagt gegenüber der Pendlerzeitung «20 Minuten», dass sie statt 1300 Franken neu 2000 Franken pro Monat bezahlen muss. «Das ist definitiv zu viel», findet sie und fügt an, dass einige Mieter die Liegenschaft sogar schon verlassen haben, weil sie den neuen Zins nicht bezahlen können.

«Wir können keinen Wohnraum subventionieren»

Die Mieten waren bisher tief, weil zwischen der Eigentümerin, der Pensionskasse der Credit Suisse, und der Stadt Zürich ein Baudeal bestand. Die fraglichen 130 Wohnungen waren auf 30 Jahre befristet der behördlichen Mietzinskontrolle unterstellt. Nach dem Ende der Übereinkunft wurden die Bäder, Küchen, die Fenster und das Dach der Siedlung aus dem Jahr 1980 saniert – und die Mieten «den quartierüblichen Verhältnissen» angepasst, wie CS-Sprecher Marc Dosch gegenüber «20 Minuten» sagt. «Im Sinne der Versicherten der Pensionskasse können wir keinen Wohnraum subventionieren», fügt er hinzu.

60 Mieterinnen und Mieter wollen nun gegen dieses Vorgehen rekurrieren. Sie ziehen den Fall mit Hilfe des Mieterverbandes vor die Schlichtungsbehörde. «Die CS schlägt auf, ohne Rücksichtnahme auf die bisherigen Mieter», sagt Walter Angst, Sprecher des Zürcher Mieterverbandes. Mitte Mai startet die Verhandlung vor der Schlichtungsstelle.

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