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Da, da und da hats Dada in der Stadt

Das Cabaret Voltaire veröffentlicht einen Stadtplan mit Orten der Dada-Bewegung in Zürich. Anhand des Plans zeigt Cabaret-Voltaire-Direktor Adrian Notz, dass in Zürich sämtliche Grenzen relativ sind.

Dada macht sich zum Thema: Adrian Notz, Direktor Cabaret Voltaire, im Gespräch mit sich selber (v. l. n. r). Foto und Montage: Urs Jaudas
Dada macht sich zum Thema: Adrian Notz, Direktor Cabaret Voltaire, im Gespräch mit sich selber (v. l. n. r). Foto und Montage: Urs Jaudas

Was kann ein Stadtplan? Übersicht schaffen, Orientierung geben, Orte verorten, Zusammenhänge sichtbar machen. Und Grenzen zum Verschwimmen bringen. Zum Beispiel jene zwischen «normal» und «dada».

«Dada soulève tout» (Dada behandelt alles) hiess die Soiree, die gestern im ­Cabaret Voltaire über die Bühne ging. 98 dadaistische Produktionen und ein gar nicht mal so dadaistisches Produkt zum 99. Geburtstag. Es könne sein, sagte Voltaire-Direktor Adrian Notz, dass der Mythos Dada an diesem Abend in sich zusammenbrechen werde. «Was, wenn Dada nicht wirkt? Wenn der ­Verdacht aufkommt, Dada habe nur dank der Unschärfe der Überlieferung Wirkung entfaltet?» Gut möglich, dass manche das Cabaret Voltaire orientierungslos verliessen: «Normale» ob ­dieses Dadaismus, Dadaisten ob der ­Entmystifizierung.

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