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Da stand plötzlich Frau Müller nackt in der Uni

Das Universitätsgebäude verursachte, kaum war es 1914 eröffnet, einen handfesten Skandal. Die nackten Figuren in Paul Bodmers Wandmalereien seien der bildsamen Jugend nicht zumutbar, hiess es.

Wiederentdeckt: Einige der übertünchten Wandmalereien von Paul Bodmer wurden zum 100-Jahr-Jubiläum wieder hervorgeholt.
Wiederentdeckt: Einige der übertünchten Wandmalereien von Paul Bodmer wurden zum 100-Jahr-Jubiläum wieder hervorgeholt.
Doris Fanconi
Skandal: Ausgerechnet zwischen Rektoratszimmer und Senatssaal malte 1913 Paul Bodmer seine nackten Figuren hin. Sie lösten heftigen Diskussionen aus.
Skandal: Ausgerechnet zwischen Rektoratszimmer und Senatssaal malte 1913 Paul Bodmer seine nackten Figuren hin. Sie lösten heftigen Diskussionen aus.
Fotoarchiv kantonale Denkmalpflege Zürich
Rückkehr auf Zeit: Einige der Abgüsse mischen sich während der Jubiläumsausstellung unter die Studierenden.
Rückkehr auf Zeit: Einige der Abgüsse mischen sich während der Jubiläumsausstellung unter die Studierenden.
Doris Fanconi
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Kaum hatte sich in Zürich die Aufregung über die immer höher wachsende Kuppel des 1914 eröffneten Universitätsgebäudes gelegt (TA vom Dienstag), sorgte der Neubau des Architekten Karl Moser für die nächsten Schlagzeilen. Moser hatte für die Wanddekoration Maler der umstrittenen «Hodler-Clique» zugezogen, junge, noch wenig bekannte Künstler wie der damals 26-jährige Paul Bodmer. Und diese setzten sich prompt über das Kunstideal des Bildungsbürgertums hinweg.

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