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Wofür Zürich 25 Milliarden ausgibt

In dieser Woche debattieren die Zürcher Gemeinde- und Kantonsräte übers Budget. Ein Blick auf die grössten Ausgabeposten.

Wohin mit dem Geld? Insgesamt geht es bei der Budgetdebatte im Kanton um Ausgaben von rund 15,8 Milliarden, bei jener in der Stadt um 8,75 Milliarden Franken.
Wohin mit dem Geld? Insgesamt geht es bei der Budgetdebatte im Kanton um Ausgaben von rund 15,8 Milliarden, bei jener in der Stadt um 8,75 Milliarden Franken.
Keystone

Damit die Kinder in den Schulen 2019 unterrichtet und deren Urgrosseltern im Altersheim betreut werden, damit die Polizei für Sicherheit sorgt und Bauarbeiter die Strassen intakt halten, muss das Geld dafür freigegeben sein. Diese Woche verhandeln deshalb der Kantonsrat und der Stadtzürcher Gemeinderat über jedes einzelne Haushaltskonto und bewilligen die neuen Budgets.

Insgesamt geht es beim Kanton um Ausgaben von rund 15,8 Milliarden, bei der Stadt um 8,75 Milliarden Franken. Im nächsten Jahr gibt der Kanton pro Einwohner über 10'000 Franken aus, die Stadt Zürich legt dann für jeden Stadtbewohner nochmals gegen 25'000 Franken oben drauf. Gut so, sagen die Zürcherinnen und Zürcher, schliesslich zahlen sie Einkommens- und Vermögenssteuern, Gebühren aller Art und dazu auch noch mit jedem Café Crème und jedem Pfund Brot ein paar Rappen Mehrwertsteuer.

Stadt und Kanton geben ihr Geld unterschiedlich aus. So investiert der Kanton etwa jeden vierten Franken in die Bildung, die Stadt hingegen nur etwas mehr als jeden achten. Die unterschiedlichen Aufgaben verursachen die Differenz. Der Kanton übernimmt die teure höhere Bildung, während die Stadt mehrheitlich für die Volksschule und die Kinderhorte aufkommt. Kantonal finanziert sind Gerichte und Gefängnisse. Auf der anderen Seite ist die Stadt allein für die Pflegeheime zuständig.

Obwohl es bei den Zürcher Budgets um Milliarden geht, erscheinen sie mickrig, wenn man sie mit den grössten Vermögen von Privatpersonen vergleicht. Zum Beispiel jenem der Nachkommen des kürzlich verstorbenen Ikea-Gründers Ingwar Kamprad. Sie könnten nämlich allein aus dem Nachlass Stadt und Kanton Zürich zwei Jahre lang voll finanzieren.

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