Szenebar Acapulco schliesst

Nach 18 Jahren geht das Lokal im Zürcher Kreis 5 zu. Die Betreiber haben neue Pläne.

Die erste Szenebeiz im Kreis 5: Das Acapulco im Eröffnungsjahr 2000.

Die erste Szenebeiz im Kreis 5: Das Acapulco im Eröffnungsjahr 2000. Bild: Martin Ruetschi/Keystone

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Das Acapulco an der Neugasse 56 im Zürcher Kreis 5 geht zu. Am ersten Februarwochenende werden ehemalige Mitarbeiter ein letztes Mal hinter der Theke stehen, bevor das Lokal am Sonntag, 4. Februar, nach 18 Jahren schliesst. Die legendäre Karaoke-Show finde bereits am Sonntag, 28. Januar 2018, ein letztes Mal statt, teilen die Betreiber Patrik Grau und Alfonso Siegrist am Montag mit. Danach wollen sie das «Aca» einem Facelifting unterziehen und in dem Lokal ein neues Projekt starten.

Anfang Juni 2000 starteten die neuen Besitzer den Barbetrieb und veranstalteten in dem Lokal auch Partys, Lesezirkel, Poetry-Slam-Events und - eben - Karaoke-Abende. Auch Bands und DJs traten dort auf.

Weitermachen im Sinne Strickers

Lange Zeit war das das Lokal die einzige Szenebar im Kreis 5. In den letzten Jahren sei die Konkurrenz aber immer grösser geworden, schreiben die Betreiber. «Die Quartiere 3 und 4 explodierten nahezu mit neuen Bars, Restaurants, Nightlife-Action und Pop-up-Lokalen, und das Acapulco verlor nach und nach an Einfluss.» Deshalb haben sie vor einigen Monaten entschieden, «sich neu aufzustellen und auch neu auszurichten, austretende durch neue Partner zu ersetzen und das Acapulco unter neuem Namen und frischem Konzept nochmals neu zu lancieren».

Dieser Entscheid erfolgte noch gemeinsam mit Martin Stricker, der zusammen mit Patrik Grau, Alfonso Siegrist und Filip Zumbrunn das «Aca» lancierte. Stricker starb im letzten Oktober auf dem Weg vom Acapulco-Büro nach Hause an einem Herzversagen. Grau und Siegrist wollen den bereits eingeleiteten Weg nun zu zweit weitergehen und das Lokal an der Neugasse neu erfinden.


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(tif)

Erstellt: 15.01.2018, 09:25 Uhr

Starb auf dem Weg vom «Acapulco» nach Hause: Martin Stricker 2006 beim Eingang zum Lokal. (Bild: TA)

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