Das ärgert Zürcher im Restaurant

Schnoddriges Personal, lange Wartezeiten, eiskalter Salat – so bringen Wirte die Leser der «Züritipp»-Gastrokolumne auf die Palme.

Ein kleiner Salat ist der beliebteste Einstieg ins Menü, nur ist er leider oft zu kalt.

Ein kleiner Salat ist der beliebteste Einstieg ins Menü, nur ist er leider oft zu kalt. Bild: Keystone

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In der vergangenen Woche präsentierten wir die Top 10 unserer Ärgernisse in Zürcher Restaurants – und baten Sie, uns mitzuteilen, was Ihnen sonst noch auf die Nerven geht. Das Feedback in der Kommentarspalte und per Mail war gross. Herauskristallisiert haben sich die folgenden zehn Punkte:

1. Penetrante Musikberieselung

Zahlreiche Leser reagieren allergisch, wenn sie am Tisch schreien müssen, um sich mit ihrem Gegenüber zu unterhalten.

2. Abzocke bei Dingen, die gratis sein sollten

Dass zum Brotkorb Butter gehört, finden nicht alle. Doch wenn es statt gratis Brot nur Bürli gibt, die einzeln verrechnet werden, hört der Spass auf. Gleiches gilt für Ketchup, Mayonnaise und Senf. Sie schlagen an manchen Orten mit 50 Rappen oder noch mehr zu Buche.

3. Armselige Auswahl an Weinen im Offenausschank

Wer für einen Deziliter Wein 9.50 Franken bezahlt, möchte wenigstens eine schöne Auswahl haben – und erwarten können, dass das Einerli nicht an Kochwein erinnert. Vom Autor kürzlich erlebt: ein durchschnittlicher Grüner Veltliner für 12 Franken pro Dezi.

4. Sonntags geschlossen

Auch wenn der Sonntag kein Ausgangstag wie der Freitag oder der Samstag ist, wünschen sich viele Leser, zum Ausklang des Weekends auswärts dinieren zu können.

5. Eiskalter Salat

Dass der Salat direkt aus dem Kühlregal an den Tisch kommt, gilt als absolutes No-go. Besonders bei Tomaten ist das fatal.

6. Handyterror

Ein Leser schlägt ein Verbot von Mobiltelefonen im Restaurant vor. Nicht nur das Klingeln stört, sondern auch die im Vergleich zu einer normalen Unterhaltung lautere Stimme der Telefonierenden.

7. Lange Wartezeiten

10 Minuten auf die Speisekarte zu warten, das nervt viele Gäste. Steht die Vorspeise eine halbe Stunde nach Betreten des Lokals noch immer nicht auf dem Tisch, ist das für manchen ein Grund zum Gehen.

8. Fantasielose Kinderkarte

Da versucht man daheim die Kinder zu abwechslungsreichem Essen zu bewegen, und dann stehen im Restaurant nur Pommes frites und Chicken Nuggets auf der Karte. Ärgerlich!

9. Schnoddriger Service

Immer wieder ein Kritikpunkt: Das Personal gehe seinem Job lustlos nach und vermittle den Gast das Gefühl ein Bittsteller zu sein. Ein Teil der Leser sagt, sobald man aufs Land gehe, sei es besser.

10. Durchsichtige Marketingmethoden

Wenn der Champagner zu offensiv angeboten wird, setzt es Minuspunkte. Nichts ausser mühsam sind auch inflationär verwendete Diminutive à la «Dörfs no es Gläsli Wii sii?» oder «Und nämed Sie es Käfeli?».

Damit sie nicht den Glauben an die Gastronomie in unserer Stadt verlieren, hier noch einmal die «Züritipp»-Favoriten zum Durchklicken:

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 29.03.2016, 16:21 Uhr

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