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«Das Ansehen der Justiz leidet»

Richter Hans Mathys kritisiert die Zürcher Bezirksgerichte scharf. Deren Praxis, keine Zeugen mehr zu befragen, verstärke den Eindruck, dass es sich die Richter einfach machten.

Mit Hans Mathys sprach Thomas Hasler
Hans Mathys musste altersbedingt auch von der Bibliothek des Bundesgerichts Abschied nehmen. Foto: Catherine Leutenegger (13Photo)
Hans Mathys musste altersbedingt auch von der Bibliothek des Bundesgerichts Abschied nehmen. Foto: Catherine Leutenegger (13Photo)

Sie brachten es vom kaufmännischen Lehrling am Bezirksgericht Dielsdorf zum Präsidenten der strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts – eine wahre Tellerwäscherkarriere.

Das kann man so sagen. Es war aber nicht beabsichtigt, sondern hat sich einfach so ergeben. Zudem hatte ich in ­meiner ganzen beruflichen Karriere das Glück, dass ich immer rechtzeitig eine neue Aufgabe anpacken konnte, bevor sich in der bisherigen Aufgabe irgendwelche Frustrationserscheinungen bemerkbar machen konnten. Die Lehrzeit hatte mein Interesse an der Juristerei geweckt. Dabei faszinierte mich das Strafrecht von allem Anfang an.

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