Zum Hauptinhalt springen

Das Café Marion ist neu ein französisches Bistro

Der Umbau des Restaurants in der Altstadt kostete 1 Million Franken. Die neuen Pächter servieren Crêpes und Entrecôtes.

Die Crêpes-Zubereitung in der Bretagne gelernt: Die Pächterfamilie Nicolas, Melanie und Sissi Kern an der Eröffnungsfeier im Bistro chez Marion.
Die Crêpes-Zubereitung in der Bretagne gelernt: Die Pächterfamilie Nicolas, Melanie und Sissi Kern an der Eröffnungsfeier im Bistro chez Marion.
Sophie Stieger

Jassen ist im Restaurant chez Marion am Zähringerplatz auch nach der Wiedereröffnung erlaubt. Viele Bewohner der Altstadt befürchteten, nach dem Pächterwechsel einen Treffpunkt zu verlieren. Doch der neue Wirt Nicolas Kern betont, dass sein Lokal allen offenstehe, «auch den bisherigen Stammgästen». Dazu gehören SP-Politiker, Nachtschwärmer, Schwule und Jassrunden.

Morgen Samstag nimmt das Restaurant mit Bar und Kiosk nach einem zweimonatigen Umbau seinen Betrieb auf. Die Stadt, der das Lokal gehört, hat 475'000 Franken an die Arbeiten bezahlt – 520'000 Franken hat Kern investiert. Der Essbereich ist leicht erhöht und mit dunklem Fischgratparkett ausgelegt, rund um die in Paris gekaufte Bar mit Zinnaufsatz wurde ein vielfarbiger Steinboden eingelegt. Architekt war Cornelius De Fries.

Protest in der Altstadt

Der Pächterwechsel im Café Marion hatte letztes Jahr für Unmut gesorgt. Da die Umsätze stetig gesunken waren, verlängerte die Stadt den Vertrag mit dem langjährigen Wirt Eddie Baumann nicht mehr und schrieb die Pacht neu aus. Den Zuschlag erhielt Kern, der mit seiner Frau Sissi die Restaurants Movie und Degenried führt. Baumann, der sich ebenfalls beworben hatte, sammelte über 500 Unterschriften für seinen Verbleib. Sein Protest blieb erfolglos.

Das neue Lokal heisst Bistro chez Marion und ist ein Familienbetrieb: Nicolas Kern leitet das Lokal zusammen mit Tochter Melanie – seine für das Degenried zuständige Frau Sissi unterstützt die beiden zu Beginn. Gestern feierten Pächter und Stadt die Eröffnung mit geladenen Gästen, darunter FDP-Stadtratskandidat Marco Camin, dessen Werber Hermann Strittmatter und der abtretende FDP-Finanzvorstand Martin Vollenwyder, der die städtischen Restaurants unter sich hat. Er wisse, dass das Marion die Altstadt beschäftige, weil sie auf Begegnungsorte angewiesen sei, sagte Vollenwyder in seiner Rede. Er sei überzeugt, dass das neue Lokal diese Funktion erfüllen werde, und zeigte sich erfreut über Speisen wie Entrecôte oder Moules: «Beim Essen ist mir wichtig, dass ich Freude daran habe, und nicht, dass es gesund ist.» Einen Salat lasse er gerne auch mal stehen. Das Bistro hat aber sehr wohl diverse Salate im Angebot.

Petit déjeuner für Studierende

Auf die Idee, französische Küche anzubieten, kam die Pächterfamilie des Kiosks wegen, der dem Lokal angegliedert ist. Dort verkauft sie Crêpes und Galettes, eine Variante der Crêpe aus Buchweizenmehl. Nicolas Kern hat die Zubereitung in der Bretagne erlernt.

Auch für die Studierenden, die in der gegenüber dem Restaurant liegenden Zentralbibliothek lernen, hat das Bistro Angebote auf der Speisekarte. Das «Petit déjeuner étudiant» zum Beispiel besteht aus einem Ei, Baguette, Butter, Konfitüre, einer Banane und einem warmen Getränk. Es kostet 10 Franken.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch