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Das Coming-out des Thomas Heiniger

Bisher war Thomas Heiniger (FDP) bloss Jurist und Politiker. Seit gestern ist er auch ein Kunstobjekt, das nun der regierungsrätlichen Ahnengalerie im Kaspar-Escher-Haus Farbe und Modernität verleiht.

Maler Max Reiser und Thomas Heiniger enthüllen das Porträt des Regierungsrats im Zürcher Hauptbahnhof.
Maler Max Reiser und Thomas Heiniger enthüllen das Porträt des Regierungsrats im Zürcher Hauptbahnhof.
Dominique Meienberg

Die meistens taten es verschämt in einem Sitzungszimmer. Der 2011 nicht mehr gewählte Regierungsrat Hans Hollenstein machte es gar heimlich. Alt-Bundesrat Christoph Blocher zelebrierte seinen Akt abgeschirmt von der Öffentlichkeit am Pool vor seiner Privatvilla in Herrliberg. Sogar der amtierende Baudirektor Markus Kägi liess sich ohne Zuschauer in der Ahnengalerie des Kaspar-Escher-Hauses an die Wand dübeln. Finanzdirektorin Ursula Gut wagte sich für ihre Enthüllung als Erste scheu nach aussen – in ein Bistro beim Gaswerk Schlieren. Das erste richtige Coming-out legte gestern Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger (FDP) hin. Als bestgewählter Regierungsrat stand ihm der Sinn nach Öffentlichkeit. Er enthüllte sein Porträt für die Ahnengalerie, das 54. in der Sammlung, im Hauptbahnhof. Ein selbstbewusster Auftritt mitten am Tag.

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