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Das Genossenschaftsgebirge

Überraschend ist, dass beim grossen Klotz an der Kalkbreite in Zürich die Himmelskante das architektonische Thema ist. Wo ist der Horizont?, das ist die Frage.

Wuchtig: Hauptfassade der Wohn- und Gewerbesiedlung Kalkbreite an der Badenerstrasse: (Zürich, 21. August 2014)
Wuchtig: Hauptfassade der Wohn- und Gewerbesiedlung Kalkbreite an der Badenerstrasse: (Zürich, 21. August 2014)
Dieter Seeger
Die Aussenfassade, von der Seebahnstrasse aus gesehen. (Zürich, 21. August 2014)
Die Aussenfassade, von der Seebahnstrasse aus gesehen. (Zürich, 21. August 2014)
Dieter Seeger
Lichtschächte und offene Strukturen betonen im neuen Genossenschaftsbau das Gemeinsame und Geteilte. (Zürich, 1. August 2014)
Lichtschächte und offene Strukturen betonen im neuen Genossenschaftsbau das Gemeinsame und Geteilte. (Zürich, 1. August 2014)
Sabina Bobst
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Unmöglich, seufzt der ­erfahrene Immobilienfachmann. Nie kann man eine Tramhalle mit einer Wohnsiedlung plus Gewerbenutzung verheiraten. Dazu noch auf einem lärmgeplagten Grundstück an der Badenerstrasse in Zürich! Geht nicht, behalte eins.

Nun steht es aber da, das Genossen­schafts­gebirge Kalkbreite. Ein Beweis, dass praktische Vernunft mal Hartnäckigkeit ein massstabsetzendes Produkt ergeben. Quod erat demonstrandum. Staunend und hingerissen steht der Stadtwanderer vor dem riesigen Block. In seinem harten Herzen wirds weich, und sein leeres Gemüt füllt sich mit Befriedigung. Hier wird offenbar, dass eine Baugenossenschaft den Hirnschmalz, das Portemonnaie und die Kraft hat, aus Unmöglichem Wirklichkeit zu machen.

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