Zum Hauptinhalt springen

«Das ist das Todesurteil für den Zürcher Fussball»

150 Millionen für den neuen Hardturm – das sei den Zürchern zu teuer, befürchtet Ex-GC-Präsident Fritz Peter. Er will eine Initiative lancieren. Das Stadion soll halb so viel kosten und doppelt so schnell gebaut werden.

Zu gross: Das Hardturm-Projekt aus der Feder der Meili, Peter Architekten muss redimensioniert werden.
Zu gross: Das Hardturm-Projekt aus der Feder der Meili, Peter Architekten muss redimensioniert werden.
Keystone
1 / 1

Zwölf internationale Architekturteams basteln derzeit an kleinen Modellstadien herum. Eines davon soll im Sommer von der Stadt Zürich ausgewählt werden, den alten Hardturm zu ersetzen. Für 150 Millionen Franken soll bis 2017 ein Fussballstadion mit 19'000 Steh- und Sitzplätzen entstehen. Doch das letzte Wort wird das Stimmvolk haben: Voraussichtlich 2013 werden die Zürcher über den Baukredit abstimmen können.

Möglicherweise wird ihnen aber auch ein Gegenvorschlag unterbreitet. Der ehemalige GC-Präsident Fritz Peter befürchtet, dass der Ausgang der Abstimmung die Stadionträume platzen lässt. Wenn die Zürcher den Kredit ablehnen, werde die Stadt frühestens in der nächsten Generation ein Stadion haben. «Das wäre das Todesurteil für den Zürcher Fussball.»

Stadion bis 2014 gebaut

Um die «bevorstehende Katastrophe» zu verhindern, geht Peter in die politische Offensive. Er plant eine Initiative, wenn die Stadt keinen Alternativvorschlag ausarbeite. «Die dreitausend Unterschriften hätten wir mit dem FCZ schnell zusammen. Ich scheue die Arbeit nicht.»

Gemäss Peters Plan sollen die Zürcher die Wahl haben, ob sie ein 150 Millionen Franken teures Stadion wollen, das nicht früher als 2017 fertiggestellt wäre, oder ob sie halb so viel Stadionkredit für einen Bau, der bis 2014 errichtet wäre, vergeben wollen. Es ist nicht sein erster Versuch, die Politik von seinen Plänen zu überzeugen. Bereits vor gut einem Jahr ging er mit dem Vorschlag eines kurzfristigen Übergangsstadions an die Öffentlichkeit – damals ohne Erfolg.

«Aserbeidschan hat es vorgemacht»

Dabei könne man doch so ein Stadion auch viel billiger bauen und erst noch in doppelt so schneller Zeit, ist Peter überzeugt: «Baku hat es vorgemacht. Für das Eurovision-Finale hat Aserbeidschan innerhalb von acht Monaten ein Stadion mit Dach auf die Beine gestellt.»

In Zürich könne man sich mehr Zeit lassen, «aber es muss doch möglich sein, vor 2017 ein Stadion zu bauen.» Eine Machbarkeitsstudie koste die Verwaltung 150'000 Franken: «Angesichts der bereits gesprochenen 15 Millionen fränkigen Planungs- und Ausführungskredite, keine grosse Summe», sagt Peter.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch