Das «Paradies» ist erneuert

Die Wohnsiedlung in Zürich-Wollishofen ist aufgefrischt worden – und vergrössert. Es haben 160 Menschen mehr Platz.

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Die Gesamterneuerung der städtischen Wohnsiedlung Paradies in Zürich-Wollishofen ist abgeschlossen, wie die Stadt Zürich heute Donnerstag mitgeteilt hat. Mit der Zusammenlegung von Kleinwohnungen zu Familienwohnungen könnten nun rund 160 Menschen mehr in der Siedlung wohnen als vor der Instandsetzung.

Die Renovation der Siedlung, welche von 1970 bis 1972 gebaut worden war, erfolgte bei ungekündigten Mietverhältnissen in fünf Etappen seit 2009. Die bisherigen Mieterinnen und Mieter konnten wieder in die Wohnungen der Siedlung einziehen, sofern sie dies wollten. Die freien Wohnungen wurden öffentlich ausgeschrieben – insgesamt gingen gut 2000 Bewerbungen für 64 ausgeschriebene Wohnungen ein, schreibt die Stadt.

Doppelt so viele Kinder

Mit der Renovation wurden 26 1½-Zimmer-Wohnungen mit angrenzenden 2½- oder 3½-Zimmer-Wohnungen zusammengelegt. So sind je 13 4½- und 5½-Zimmer-Wohnungen entstanden. Die Bewohnerschaft ist dadurch von 417 auf 574 Personen angewachsen. Zuvor lebten 79 Kinder in der Siedlung, jetzt seien es 174. Entsprechend ist auch ein grosser, Dschungel-ähnlicher Spielplatz installiert worden, der in Work-Shops unter anderen auch von Kindern mitgestaltet wurde.

«Die neuen Familienwohnungen haben auch zu einer besseren sozialen Durchmischung in der Siedlung geführt», betonte Finanzvorsteher Daniel Leupi (Grüne) an der Medienorientierung. Ein Drittel der Wohnungen wird subventioniert. Die Gesamtsanierung kostete rund 51 Millionen Franken.

Gemäss der Stadt erreicht die renovierte Überbauung nahezu den Grenzwert für Minergie-Neubauten. «Damit leistet die Renovation einen wichtigen Beitrag zu den Nachhaltigkeitszielen der 2000-Watt-Gesellschaft», sagte Hochbauvorsteher André Odermatt (SP). Dazu trägt bei, dass die Gebäude aussen gedämmt wurden und neu mindestens 90 Prozent des Wärmebedarfs durch erneuerbare Energie (Umweltwärme aus Quellwasser) gedeckt werden.

(pu)

Erstellt: 02.11.2017, 12:52 Uhr

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