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Das Schauspielhaus, das es nie gab

Zwei Zürcher Architekten haben am Computer das nie realisierte Schauspielhaus-Projekt des dänischen Stararchitekten Jørn Utzon rekonstruiert. Es hätte einst zum Wahrzeichen Zürichs werden sollen.

Projekt von 1964: Utzons Zürcher Schauspielhaus wäre dort zu stehen gekommen, wo heute der Kunsthaus-Erweiterungsbau von David Chipperfield geplant ist.
Projekt von 1964: Utzons Zürcher Schauspielhaus wäre dort zu stehen gekommen, wo heute der Kunsthaus-Erweiterungsbau von David Chipperfield geplant ist.
Virtual Design Unit
Blick auf das virtuelle Schauspielhaus.
Blick auf das virtuelle Schauspielhaus.
Virtual Design Unit
So hätte Utzons Schauspielhaus bei Nacht ausgesehen.
So hätte Utzons Schauspielhaus bei Nacht ausgesehen.
Virtual Design Unit
Detailansicht des nie gebauten Schauspielhauses am Zürcher Pfauen.
Detailansicht des nie gebauten Schauspielhauses am Zürcher Pfauen.
Virtual Design Unit
Riesiger Saal: So sollte das Schauspielhaus im Innern aussehen.
Riesiger Saal: So sollte das Schauspielhaus im Innern aussehen.
Virtual Design Unit
Blick in den Zuschauerraum.
Blick in den Zuschauerraum.
Virtual Design Unit
Architekt Utzon war mit seinem Projekt für die Sydney Oper berühmt geworden.
Architekt Utzon war mit seinem Projekt für die Sydney Oper berühmt geworden.
Virtual Design Unit
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«Dieses Projekt könnte von heute sein». Das sagt die Architektin Susanne Fritz vom Zürcher Büro Virtual Design Unit. Das Projekt, von dem sie spricht, ist allerdings 50 Jahre alt. Es stammt vom dänischen Architekten Jørn Utzon (1918–2008) und zeigt einen Neubau für das Zürcher Schauspielhaus am Heimplatz – genau dort, wo derzeit der Kunsthaus-Erweiterungsbau von David Chipperfield geplant ist. Utzons Theaterpalast wurde aus Kostengründen nie gebaut, doch Susanne Fritz hat zusammen mit ihrem Berufskollegen Patrick Schöll den Entwurf am Computer zum Leben erweckt, wie das Architektur- und Design-Magazin «Dezeen» kürzlich berichtete. «Wir waren neugierig, wie dieses Gebäude an diesem Standort wirken und wie es sich in die Umgebung einpassen würde, sagt Fritz. «Es gibt die Theorie, dass Utzons Projekt auch deshalb scheiterte, weil sich die Zürcher Bevölkerung nicht vorstellen konnte, wie es genau aussieht.» Damals existierten lediglich ein Holzmodell und Pläne. Die jetzige fotorealistische Visualisierung macht die Architektur greifbar.

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