Das sind die neuen Wirte im Wiediker Falcone

Die beiden Pächter des Restaurants an der Schmiede Wiedikon sind bekannt. Sie starten mit einer offensichtlichen Änderung.

Florian Bobst und Céline Tschanz vom Hardhof haben mit einem quartiernahen Konzept den Zuschlag für den Falken erhalten.

Florian Bobst und Céline Tschanz vom Hardhof haben mit einem quartiernahen Konzept den Zuschlag für den Falken erhalten. Bild: PD

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Das Restaurant im Spickel an der Tramhaltstelle. So beschrieben kennt das Falcone an der Schmiede Wiedikon die halbe Stadt. Und so werden Céline Tschanz und Florian Bobst wohl auch ihre neue Wirkungsstätte umschreiben. Das Gastroduo hat den Mietzuschlag für das Lokal erhalten, wie Liegenschaften Stadt Zürich am Mittwoch mitteilt. Die neuen Mieter werden dem Lokal zudem seinen alten Namen zurückgeben – Falken.

Das Falcone liegt direkt an der Tramhaltestelle Schmiede Wiedikon. Bild: TA

Die beiden Gastronomen sind in Zürich bereits wohl bekannt. Sie führen seit sechs Jahren das Restaurant Hardhof am Albisriederplatz – die Quartierbeiz am Platz mit 60-jähriger Tradition. Dort sind sie durch ihre Gastfreundschaft aufgefallen. Urbane Feinschmecker wurden ebenso unkompliziert bedient wie die Rentnerinnen aus der Nachbarschaft oder die Fussballfans. Die Stadt liess sich denn auch vom quartiernahen Konzept der Bewerber überzeugen.

Doppelt so viele Plätze

Die Küche soll ähnlich sein wie im Hardhof. Auf der stets wechselnden und überschaubaren Karte finden sich etwa immer mal wieder Kalbskoteletten, Lammleberli oder Kartoffelstampf. Verwendet werden ausschliesslich saisonale und regionale Produkte.

Der Hardhof ist bei Jung und Alt beliebt. Bild: Giorgia Müller

Die Gegebenheiten in Wiedikon sind aber etwas anders. Im Falken können sie mit 100 Plätzen rund 30 Gäste mehr bewirten als im Hardhof. Dazu kommen ein grosser Garten und 150 Plätze im Saal im ersten Stock. Konzerte werden die neuen Wirte dort nicht mehr veranstalten. Florian Bobst sagt: «Wir setzen auf Bankette, Hochzeitsfeiern und Geschäftsanlässe.»

Wenige Bewerbungen

Die Stadt hat das Falcone Anfang Jahr neu ausgeschrieben. Der derzeitige Wirt, Fabio Proh, betreibt das Lokal seit 14 Jahren – gern und erfolgreich. Nun ist sein Mietvertrag ausgelaufen, deshalb die Neuausschreibung. In den Medien wurde bereits wild darüber spekuliert, wie viele und welche Gastronomen sich für das Objekt interessieren könnten. Kuno Gurtner von den Liegenschaften Stadt Zürich sagt: «Erstaunlicherweise waren es nicht viele.» Sieben Bewerbungen gingen ein.

Das Falcone hat eine lange Tradition. Im Haus ist seit 400 Jahren eine Gaststube untergebracht. 1897 fand das die Begründung der Zunft Wiedikon statt. Seither geniesst sie im Haus Gastrecht. In den 1990er-Jahren wurde aus dem Falken das Falcone.

Fabio Proh wird noch bis Ende Jahr im Falcone wirten. Nach einer Umbauphase werden Tschanz und Bobst im Spickel an der Tramhaltestelle wirten – mindestens bis 2030.

Erstellt: 20.06.2019, 13:23 Uhr

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