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Das Wärme-Leck bei Greenpeace

Die Wärmebild-Kamera bringt es an den Tag: Neue Minergie-Häuser in Zürich schneiden nicht besser ab als Bauten aus dem 17. Jahrhundert. Gar nicht gut schneidet das Greenpeace-Gebäude ab.

Drei städtische Gebäude, das Bürohaus von Greenpeace und der Prime Tower, wurden vom Thermografiespezialisten Bernd Schönbach aufgenommen und exklusiv für Tagesanzeiger.ch analysiert. Das Verdikt: Neue Minergiehäuser schneiden nicht besser ab als Bauten aus dem 17. oder 18. Jahrhundert. Und: Das Gebäude von Greenpeace ist alles andere als umweltfreundlich.

«Es ist ein typisches Gebäude auf dem Stand der Sechzigerjahre», meint Schönbach zum Bürohaus der Umweltorganisation. «Dünne Wände, schlechte Isolation und über den Fenstern Tragebalken aus Beton, die Wärme stärker ableiten», so der Wärmebildspezialist aus Deutschland. Tatsächlich zeigen die Bilder denn auch deutliche Wärmeabstrahlung unter verschiedenen Fenstern. «Hier sieht man die Heizkörper im Innern, wahrscheinlich in Nischen mit reduzierter Wandstärke.» Auch zeigen feine hellgelbe Linien zwischen den Stockwerken an, dass bei den einzelnen Raumdecken Beton als Bausubstanz verwendet wurde. «Nach heutigen Massstäben eine konstruktive Sünde», wie Schönbach meint.

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