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Das Waidspital steht deutlich schlechter da als angenommen

Die Defizite des Zürcher Stadtspitals Waid sind höher als befürchtet. Gesundheitsvorsteher Hauri kündigt weitere Einsparungen an.

Das Waidspital macht 2018 laut Hochrechnung 18 Millionen Franken Verlust.
Das Waidspital macht 2018 laut Hochrechnung 18 Millionen Franken Verlust.
Alessandro Della Bella, Keystone

Um das Stadtspital Waid steht es schlimmer als bisher angenommen. Es lag bereits Ende April 3,3 Millionen Franken unter dem Budget, die Hochrechnung für das Jahr 2018 sieht einen Verlust von 18 Millionen Franken vor. Das sind 5 Millionen mehr als im vergangenen Jahr. Finanzpolitiker bezeichnen das Waid mittlerweile als «das wahre Sorgenkind» der Zürcher Spitallandschaft, schreibt die NZZ.

Das Defizit wächst, obwohl der Stadtrat die Zinsbelastung für das Spital gesenkt, beim Personal gespart und die Bettenzahl reduziert hat. Laut Gesundheitsvorsteher Andreas Hauri, der drei Tage nach Amtsantritt einen Bericht zum Spital bekommen hat, ist die Situation des Spitals «ernüchternd». Er hat angekündigt, bald öffentlich über zusätzliche Einsparungen zu informieren.

Die Zeit wird knapp

Den Stadtspitälern bleibt nur noch wenig Zeit, ihre Situation zu verbessern. Denn die Zahlen von Ende 2019 nimmt die Gesundheitsdirektion als Grundlage für die neuen Spitallisten ab 2022. Wenn wichtige Leistungsaufträge wegfallen oder das Waid gar ganz von der Liste verschwinden würde, wäre das hochproblematisch für das defizitäre Spital.

Das Waidspital krankt vor allem an sinkenden Patientenzahlen im stationären Bereich. Fast 500 Patienten weniger lassen sich 2018 gemäss Hochrechnung stationär behandeln. Diese Entwicklung betrifft auch andere Spitäler. Das Waid hat sich im Gegensatz zu anderen Spitälern zu wenig auf geänderte Rahmenbedingungen eingestellt.

Verschiedene Politiker im Gemeinderat von AL bis SVP fordern ein schnelles und entschiedenes Handeln vom Stadtrat.

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