«Das wird ein gefährlicher Sommer für meinen Bauch»

Die Gelateria di Berna hat heute ihre zweite Zürcher Filiale eröffnet – und hat damit noch nicht genug.

Die neue Filiale: Neu gibts die Berner Glaces zweimal in Zürich.

Die neue Filiale: Neu gibts die Berner Glaces zweimal in Zürich. Bild: saf

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Kaum steigen die Temperaturen, bildet sich auf dem Brupbacherplatz im Stadtkreis 3 eine lange Schlange vor der Gelateria di Berna. Das Phänomen kann man seit zwei knapp Jahren in Zürich beobachten. Aber vielleicht wird es dieses Wochenende etwas anders sein, die Schlange etwas kürzer. Denn ab heute Donnerstag gibt es eine Alternative zum Laden in Wiedikon: Die Gelateria di Berna hat eine zweite Filiale im Geroldsgarten eröffnet, wie die «Berner Zeitung» berichtet.

«Wir sind super gestartet heute Morgen», sagt Co-Geschäftsführer Andy Käser zur Eröffnung. Das Wetter half dabei, dieses «plange» gerade zu nach einem Glace. Die lange Schlange, wie sie vom Kreis 3 her bekannt ist, habe es bisher aber noch nicht gegeben. Die Kundin freut es, das Eis schmeckt: «Nun kann ich über Mittag Eis geniessen», sagt Nadja, die gleich um die Ecke ihre KV-Lehre absolviert. «Das wird ein gefährlicher Sommer für meinen Bauch.»

Solange die Zwischennutzung im Geroldsgarten bleibt, wird die Gelateria di Berna ebenfalls hier sein. Voraussichtlich ist das bis 2025 der Fall – doch hofft man auf Verlängerung.

Kugel um Kugel: Eine Mitarbeiterin macht eine Bestellung bereit. Bild: saf

Das Berner Familienunternehmen hat vor zwei Jahren seinen ersten Zürcher Ableger gegründet. Der Erfolg war bestechend. Zürcherinnen und Zürcher standen für die Glaces bis zu einer Stunde Schlange. «Unsere Erwartungen wurden übertroffen», sagte der Gründer David Amrein im Sommer 2017 dem TA. Bis zu 1000 Portionen gingen täglich über den Tresen.

Dritte Filiale folgt

Der Erfolg der Berner Glace-Fabrikanten machte sie plötzlich zum Symbol der Gentrifizierung. Im Februar 2018 verschmierten Autonome das Ladenlokal mit Farbe und protestierten gegen die Aufwertung im Quartier. «Klasse gegen Glace» und «Aufwertung einfrieren» wurde hingesprayt. Es war bereits der zweite Angriff, schon im Sommer zuvor hatten Unbekannte das Lokal verunstaltet.

Die Filiale im Geroldsgarten ist landesweit bereits die siebte Filiale der Gelateria di Berna – und es soll nicht die letzte bleiben. Die Firma will weiter expandieren. Einen Standort für eine dritte Berna in Zürich steht bereits in Aussicht, wie der «Bund» berichtet. Im Frühling 2021 wollen sie in der Baugenossenschaft Kalkbreite an der Zollstrasse im Kreis 5 einen weiteren Laden eröffnen.

(sip/saf)

Erstellt: 18.04.2019, 09:58 Uhr

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