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Demonstranten und Zünfter auf dem Sechseläutenplatz

Premiere für die Organisatoren der 1.-Mai-Kundgebung: Endlich dürfen sie dort demonstrieren, wo zuvor die Zünfter feiern. Für die Route kritisieren sie den «links-grün-alternativen» Stadtrat aber scharf.

Demo am Tag der Arbeit: Die Organisatoren sind nur halbwegs erfreut.
Demo am Tag der Arbeit: Die Organisatoren sind nur halbwegs erfreut.
Keystone

Der offizielle Umzug am 1. Mai führt von der Lagerstrasse im Kreis 4 bis zum Sechseläutenplatz im Kreis 1. Jahrelang hatte sich das Organisationskomitee darum bemüht, auf diesem Platz die Schlusskundgebung abzuhalten. Nun werden sich dort erstmals Tausende versammeln, um die Reden zum Tag der Arbeit zu hören – drei Tage nachdem die Zünfter am selben Ort um den Böögg geritten sein werden.

Das 1.-Mai-Komitee und der Gewerkschaftsbund freuten sich über den Auftritt auf dem Sechseläutenplatz, schreiben sie in einer Mitteilung. «Endlich findet die Schlusskundgebung wieder auf einem richtigen Platz statt.» In den Jahren zuvor versammelten sich die Umzugsteilnehmer auf dem Bürkliplatz.

Zu wenig Bahnhofstrasse

Scharf kritisieren die Organisatoren aber die Route. «Mit Befremden und Unverständnis» nehme man zur Kenntnis, dass die Route «einmal mehr nicht über den Paradeplatz» führe. Die Stadt habe argumentiert, die Baustelle in einem Teil der Bahnhofstrasse lasse den Umzug nicht wie gewünscht zu.

Das sei «fadenscheinig, weil der Sechseläuten-Umzug drei Tage zuvor scheinbar problemlos durch die ganze Bahnhofstrasse gehen kann». Deshalb sind die Organisatoren «erstaunt, dass es dem links-grün-alternativen Stadtrat nicht gelungen ist, den 1. Mai in die Baustellenplanung mit einzubeziehen». Sie ziehen den Schluss, dass das «nur für das Sechseläuten und kommerzielle Anlässe» möglich sei. Dem aktuellen Stadtrat fehle der politische Wille, den 1. Mai nach Jahren endlich wieder über den Paradeplatz zur führen.

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