Zum Hauptinhalt springen

Den sozialen Frieden nicht gefährden

Ein Austritt von Zürich aus der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe wäre der Anfang vom Ende einer gemeinsamen Sozialpolitik.

Laut Bundesverfassung haben Menschen in Not das Recht auf Hilfe, damit sie in der Schweiz ein menschen­würdiges Leben führen können. Doch was braucht ein Mensch dazu? Braucht er 1000 Franken und Zusatzleistungen oder genügen auch 600 Franken? Selten gingen die Meinungen darüber so weit auseinander wie in den letzten Wochen und Monaten. Dabei steht einmal mehr die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe (Skos) am Pranger – eine über 100-jährige Organisation, in der alle Kantone und fast alle Schweizer Städte und Gemeinden Mitglied sind.

Seit über 50 Jahren gibt die Skos Richtlinien ­heraus, welche die Höhe des Existenzminimums fest­legen. Auf 177 Seiten wird beschrieben, wie viel Sozialhilfe Menschen erhalten sollen, die nicht für ihren Lebens­unterhalt aufkommen können. Diese Richt­linien sind zwar nicht mehr als Empfehlungen, dennoch halten sich alle daran – auch der Kanton Zürich. Regierungsrat Mario Fehr bezeichnet sie als «verläss­liches Regelwerk, das einen anständigen Umgang mit den wirtschaftlich Schwächeren etabliert hat».

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.