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Denkmalschutz verdoppelt die Kosten beim Tramdepot

Die Renovation des Tramdepots Kalkbreite kostet 30 Mio. Franken, weil die architektonisch wertvollen Teile energetisch schlecht sind und die Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft erfüllt werden sollen.

Wo Herter, da Denkmal. Hermann Herter war Zürichs Stadtbaumeister von 1919 bis 1942. Er baute viel – im Stil der moderaten Schweizer Moderne, die den Zürcher Denkmalpflegern und Heimatschützern heilig ist: Hallenbad City, Unterwerk Selnau, Bahnhof Wiedikon, Sportanlage Sihlhölzli, Brandwache, Tramhäuschen Bellevue und Paradeplatz sowie die Tramdepots Oerlikon und Kalkbreite. Allesamt im Inventar der schützenswerten Bauten.

Das Depot Kalkbreite im Kreis 4 hat eine Länge von rund 250 Metern. Erbaut zwischen 1939 und 1949, ist es nun sanierungsbedürftig: Brandschutz und Tragstruktur des Dachs genügen heutigen Anforderungen nicht mehr; die Fenster sind in einem schlechten Zustand. Doch genau diese grossflächigen Rasterfenster sind das Merkmal des modernen Bauens. «Die grosse Herausforderung besteht darin, Anforderungen zur energetischen Nachhaltigkeit innerhalb der inventarisierten Bausubstanz unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten umzusetzen», schreibt der Stadtrat in seiner Begründung, weshalb er den Projektierungskredit von 1,3 auf 2,8 Millionen Franken erhöht hat.

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