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Der älteste Wald der Welt

Forscher haben in einer Baugrube im Binzquartier 14'000 Jahre alte Baumstrünke gefunden. Sie stammen vom ersten Wald, der nach der letzten Eiszeit in Zürich wuchs.

Archäologische Sensation auf dem Binz-Areal: Bei Bauarbeiten kam der wohl älteste bisher entdeckte Wald der Welt zum Vorschein. Er wuchs offenbar kurz nach Ende der letzten Eiszeit – vor 14'000 Jahren.
Archäologische Sensation auf dem Binz-Areal: Bei Bauarbeiten kam der wohl älteste bisher entdeckte Wald der Welt zum Vorschein. Er wuchs offenbar kurz nach Ende der letzten Eiszeit – vor 14'000 Jahren.
WSL (Gottardo Pestalozzi)
Baustelle im Binzquartier: Wo bis vor kurzem kreative Köpfe ihr Containerdorf betrieben, baut jetzt Swiss Life einen Bürokomplex inklusive Restaurants. Die Künstlerkolonie ist nach Altstetten gezogen.
Baustelle im Binzquartier: Wo bis vor kurzem kreative Köpfe ihr Containerdorf betrieben, baut jetzt Swiss Life einen Bürokomplex inklusive Restaurants. Die Künstlerkolonie ist nach Altstetten gezogen.
Doris Fanconi
Von der Baugrube in die Forschungsanstalt: Eine Autoladung voller späteiszeitlicher Holzstücke. Noch brüten die Fachleute der WSL darüber, wie sie die Funde lagern und konservieren sollen, denn in den nächsten Jahren werden sich Forscher aus aller Welt dafür interessieren.
Von der Baugrube in die Forschungsanstalt: Eine Autoladung voller späteiszeitlicher Holzstücke. Noch brüten die Fachleute der WSL darüber, wie sie die Funde lagern und konservieren sollen, denn in den nächsten Jahren werden sich Forscher aus aller Welt dafür interessieren.
WSL (Daniel Nievergelt)
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Daniel Nievergelt hält gewohnheitsmässig in jeder grösseren Baustelle unterhalb des Uetlibergs Ausschau nach Holzstrünken. Der Jahrringforscher hofft, auf urzeitliches Holz zu stossen. Vor einem Monat entdeckte er auf dem Arbeitsweg von der Uetilbergbahn aus eine riesige Baugrube im Binzquartier, wo die Swiss Life einen Bürokomplex baut. Er kontaktierte sofort den zuständigen Polier und stieg in die Grube hinab. Heute ist klar: Er begab sich damit auf eine Zeitreise. In vier bis sechs Meter Tiefe entdeckte er zahlreiche Strünke samt Wurzelwerk. Die meisten standen aufrecht, mit den Wurzeln nach unten, als ob sie jederzeit wieder ausschlagen könnten.

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