Zum Hauptinhalt springen

«Wer nicht bleiben darf, soll schnell wieder gehen»

Der Zürcher Sicherheitsdirektor Mario Fehr erteilt abgewiesenen Asylbewerbern Bewegungsverbote. «Schikane», sagen Hilfsorganisationen, Gerichte erhalten Beschwerden.

Wie eingeschlossen: Hinter Wand und Hecken liegt die Kemptthaler Notunterkunft Hammermühle. Manche Bewohner dürfen diesen Ort nicht verlassen. Foto: Raisa Durandi
Wie eingeschlossen: Hinter Wand und Hecken liegt die Kemptthaler Notunterkunft Hammermühle. Manche Bewohner dürfen diesen Ort nicht verlassen. Foto: Raisa Durandi

Der junge Asiat sitzt mit eingefallenen Schultern auf einem Stuhl in einer Zürcher Rechtsberatung. Vor einer Woche hat ihm die Polizei ein Verbot in die Hand gedrückt. Nun darf er die Gemeinde, in der seine Notunterkunft ist, nicht mehr verlassen. «Ich bin sehr ­deprimiert», sagt er. Besonders schlimm ist für ihn, dass er seine kleine Tochter jetzt nicht mehr legal besuchen kann. Sobald er zu ihr reist, macht er sich strafbar. Der junge Mann ist ein abgewiesener Asylbewerber. Er weiss eigentlich, dass er die Schweiz verlassen müsste, inzwischen will er wegen seiner Familie aber auf jeden Fall bleiben.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.