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Der Hafenkran ist willkommen

Der Zürcher Gemeinderat bewilligt 258'000 Franken für das umstrittene Kunstprojekt.

Wird voraussichtlich im kommenden Frühling aufgestellt: Ein Hafendrehkran auf der Plattform vor dem Rathauscafé. Bild: zürich transit maritim
Wird voraussichtlich im kommenden Frühling aufgestellt: Ein Hafendrehkran auf der Plattform vor dem Rathauscafé. Bild: zürich transit maritim

Der Occasion-Hafenkran, der für ein halbes Jahr am Limmatquai aufgestellt werden soll, beschäftigt das Parlament seit 5 Jahren in jeder Budgetdebatte. 2009 warfen die Bürgerlichen einen Teilkredit für Vorbereitungsarbeiten aus dem Voranschlag und überwiesen ein Postulat, seither sind sie aber in der Minderheit, da die Grünliberalen der Kunstaktion wohlgesonnen sind. So auch am Samstag.

22 Wortmeldungen, die meisten erhitzt, gab es in kurzer Zeit. SVP, FDP,CVP und SD erinnerten immer wieder an die Volksinitiative gegen den Kran, für die innert 5 Wochen 6000 Unterschriften zusammenkamen. Dem Stadtrat warfen sie vor, mit juristischen Spitzfindigkeiten die Volksabstimmung darüber verzögert zu haben. Längst sei der Hafenkran kein Symbol mehr für die Weltoffenheit Zürichs, sondern ein Symbol für die rot-grüne Sturheit und ihre Missachtung der Demokratie. «Der Stadtrat ist nicht legitimiert, den Volkszorn zu schüren», rief Stadtratskandidat Roland Scheck von der SVP.

Kunst müsse Debatten anregen, entgegneten SP, Grüne und GLP, und das schaffe der Hafenkran vorzüglich. Auch werde er eine Tourismusattraktion sein und dem Gewerbe guttun. Die scharf angegriffene Stadträtin Ruth Genner äusserte sich nicht. Mit 67 gegen 52 Stimmen lehnten SP, Grüne, GLP und AL die Streichungsanträge ab. Voraussichtlich im kommenden Frühling wird ein alter Kran neben dem Rathauscafé für ein halbes Jahr aufgestellt. Inbegriffen dem internationalen Kunstwettbewerb, aus dem der Hafenkran als Sieger entsprungen ist, kostet die ganze Aktion rund 600'000 Franken.

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