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Der Hafenkran kommt 2014

Ein Rekurrent hatte sich gegen den Hafenkran gewehrt. Jetzt zieht er die Einsprache zurück. Das Kunstprojekt kann nun realisiert werden.

Ein Fall für den Richter: Der geplante Hafendrehkran auf der Plattform vor dem Rathauscafé.
Ein Fall für den Richter: Der geplante Hafendrehkran auf der Plattform vor dem Rathauscafé.
zürich transit maritim
Auf der Fotomontage sind nicht nur die Möwen schon da, sondern auch der umstrittene Kran.
Auf der Fotomontage sind nicht nur die Möwen schon da, sondern auch der umstrittene Kran.
zürich transit maritim
Künstler Jan Morgenthaler sitzt auf einem Profilboden für den Hafenkran, der nun nicht wie geplant 2011, sondern im Jahr danach am Limmatquai stehen soll.
Künstler Jan Morgenthaler sitzt auf einem Profilboden für den Hafenkran, der nun nicht wie geplant 2011, sondern im Jahr danach am Limmatquai stehen soll.
Nicola Pitaro
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Der Hafenkran kommt nun definitiv nach Zürich: Der Rekurs gegen die Baubewilligung ist zurückgezogen worden. Das Kunstwerk kann damit realisiert werden. Weil das Aufstellen des Industriekrans mindestens ein Jahr Vorlaufzeit braucht, ist es erst 2014 so weit.

Wer genau beim Baurekursgericht Einspruch gegen die Baubewilligung erhoben hatte, machte die Stadt Zürich nicht publik. Keine Angaben gibt es auch darüber, wann genau der Auf- und Abbau des Occasions- Krans erfolgt. Das Schweigen erfolgt gemäss einer Mitteilung der Stadt Zürich vom Mittwoch «aus künstlerischen Überlegungen».

Bis es so weit ist und der Kran vor dem Rathaus-Café steht, sollen weitere, kleine Kunstinstallationen die Zürcherinnen und Zürcher auf die Hafenstimmung vorbereiten. Bereits installiert wurden fünf Schiffspoller. Bis 2014 würden «weitere überraschende Fundstücke freigelegt». Die Kunstaktion spielt mit der Fantasie, dass es in Zürich einst einen Hafen gab, der nun allmählich ausgegraben wird. Teil der Installation «Zürich Transit Maritim» ist auch einer Schiffssirene.

Seit 2009 umstritten

Das Kunstprojekt, das im Rahmen eines internationalen Wettbewerbs erkoren wurde, soll neun Monate stehenbleiben und - neben dem Verbreiten von Hafenstimmung - die Diskussion über Kunst im öffentlichen Raum in Gang halten.

Das Hafenprojekt ist seit seiner Lancierung im Jahr 2009 umstritten. Inklusive Wettbewerb kostet es 600'000 Franken. Der Gemeinderat hatte zunächst die budgetierten Ausgaben verweigert, bewilligte dann aber unter neuer Zusammensetzung mit den Grünliberalen 2011 die Kosten wieder. Vor allem die SVP hatte sich gegen die Installation gewehrt und bezeichnete sie als «unnötig».

SDA/pia

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