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Der Lohn der Beharrlichkeit

Die Hockeyaner haben aus den Fehlern der Fussballer gelernt: Nach sieben Jahren hat sich der Einsatz der privaten Bauherren ausbezahlt.

Es ist kompliziert – so könnte man die Beziehung der Stadt Zürich zu ihren Stadionprojekten umschreiben. Man möchte ja schon, aber irgendwie doch nicht recht. Oder anders. Entweder scheitern die Bauvorhaben wie im September 2013 das eines neuen Fussballstadions im Hardturm, oder dann sind die Clubs nach der Realisierung nicht glücklich wie beim Umbau des Hallenstadions und des Letzigrunds. Auch der Traum einer Hockeyarena für die ZSC Lions in Altstetten drohte mehrmals zu ­platzen. Doch die Beharrlichkeit der privaten Bau­herren hat sich aus­bezahlt: Fast sieben Jahre nach Projektbeginn sprach sich der Gemeinderat mit 93:19 Stimmen für das Stadion aus. Jetzt liegt der Puck beim Zürcher Stimmvolk, das am 25. September ­darüber befindet. So weit war schon lange kein Vorhaben für ein Eisstadion mehr gediehen.

Dass das klare Ja des Gemeinderats noch keine Garantie ist, sah man beim Hardturm, der im Parlament breite Zustimmung fand (101:15 Stimmen), aber vom Volk mit 50,8 Prozent abgelehnt wurde. Doch die ZSC Lions scheinen gerüstet für den Abstimmungskampf. Denn in der Spezialkommission des Gemeinderats wurden sie schon einem intensiven Sparring unterzogen. Anders als das Hardturm-Projekt stiess die Hockeyarena zunächst auf wenig Begeisterung, wurde sie auf Herz und Nieren geprüft. Doch den ZSC Lions – vertreten durch Geschäftsführer Peter Zahner, der als früherer Verbandsdirektor und einflussreicher Clubfunktionär taktisch gewieft ist – gelang es, Bedenken zu zerstreuen und gangbare Kompromisse zu ­finden. Nicht verhandelbar waren aber die zwei ­Millionen Franken jährlichen Betriebszuschusses, die für 30 Jahre garantiert sein sollen.

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