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Der Meister geht – es drängt der Nachwuchs

In den Zürcher Punkteküchen herrscht reger Betrieb: Horst Petermann hat die Kunststuben übergeben. Der Aufsteiger heisst Tobias Funke.

Diese Konstellation hat es im «Gault Millau» noch nie gegeben: Zwei Protagonisten halten sich die Waage, beinahe so wie Yin und Yang. Auf der einen, unteren Seite des Sees steigt einer aus – und auf der anderen weiter oben steigt einer auf. Und so ehrt der Reiseführer für Gourmets den «Aussteiger des Jahres 1», Horst Petermann (Aussteiger des Jahres 2 ist Gérard Rabaey, 19 Punkte im Pont-de-Brent), und den «Aufsteiger des Jahres», Tobias Funke, der für sein kreatives Schaffen in seinem Obstgarten im Steuerparadies Freienbach 16 Punkte erhalten hat.

Über den Entscheid von Horst Petermann, seine Kunststuben seinem langjährigen Freund und Küchenchef Rico Zandonella zu übergeben und sich definitiv von Haus und Herd zu verabschieden, ist schon berichtet worden. Ob Petermann seinen Abschied auch tatsächlich durchziehen wird, bezweifeln einige – wohl aus der Hoffnung heraus, der Doyen vom Zürichsee möge ihnen erhalten bleiben. Auch Petermann selbst sandte widersprüchliche Signale aus. Aber nun heisst das Restaurant Ricos Kunststuben und bleibt eine Adresse mit 19 Punkten; in Klammern, vorerst, schliesslich hat Zandonella schon lange einen reibungslosen Übergang bewiesen.

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