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Der Millionen-Hort steht, die alte Linde ist weg

Im «Baumhaus» in Hottingen werden 240 Kinder betreut. Es ist der grösste Hort seiner Art in Zürich – und benötigte den Segen von Richtern.

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Betreuung zwischen Bäumen: In der Zürcher Schulanlage Ilgen in Hottingen steht ein neuer Hort.
Betreuung zwischen Bäumen: In der Zürcher Schulanlage Ilgen in Hottingen steht ein neuer Hort.
Stadt Zürich
Im Speisesaal können gleichzeitig 80 Kinder verpflegt werden,...
Im Speisesaal können gleichzeitig 80 Kinder verpflegt werden,...
Stadt Zürich
...total ist das Gebäude für 240 Hortplätze ausgelegt.
...total ist das Gebäude für 240 Hortplätze ausgelegt.
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Am kommenden Montag erwartet die Kinder auf der Schulanlage Ilgen ein neuer Hort. Wo früher eine 200-jährige Linde stand, werden künftig bis zu 240 Kinder täglich betreut. Das hätte eigentlich bereits 2012 der Fall sein sollen. Doch der Bau verzögerte sich – unter anderem wegen der Linde.

Am alten Baum fand eine Anwohnerin so grossen Gefallen, dass sie sich vor rund fünf Jahren gegen das Bauprojekt wehrte. Ihr leuchtete nicht ein, dass die Stadt ein Vorhaben umsetzen wollte, bei dem der alte Baumbestand dezimiert werden sollte. Vor allem deshalb nicht, weil von zehn Vorschlägen für den Hort deren acht die Parkbäume nicht tangierten.

Erstes Gericht gab Gegnerin recht

Am Anfang war ihr Kampf erfolgreich. Das Baurekursgericht stoppte den Bau. Die Stadt Zürich zog den Fall vors Verwaltungsgericht. Dieses stiess das erstinstanzliche Urteil um. Schliesslich war auch das Bundesgericht der Meinung, der Bau des Hortes sei nicht zu verbieten.

Im vergangenen Jahr begann schliesslich der Bau des viergeschossigen Holzhauses. Durch das Material und die Nachbarschaft zu den verbliebenen Bäumen hat es die Stadt Baumhaus getauft. Gleichzeitig verschwindet der über 100-jährige Pavillon.

Essen im Sockel

Im Neubau können nun doppelt so viele Kinder wie bisher betreut werden. Im Sockelgeschoss sind die Küche und der rund 120 m2 grosse Speisesaal untergebracht. In Letzterem können bis zu 80 Kinder gleichzeitig verpflegt werden. Auf den drei darüberliegenden Etagen befinden sich jeweils zwei grosse Betreuungsräume und ein Zimmer für die Hortorganisation.

Der neue Hort kostet 10,4 Millionen Franken. Deshalb wurde er auch als «Millionen-Hort» bezeichnet. Er ist das grösste freistehende Hortgebäude der Stadt. In Zürich-Nord gibt es zwar grössere Horteinrichtungen, diese sind jedoch in die neu gebauten Schulhäuser integriert. Da im Ilgen in Hottingen kein totaler Neubau geplant war, hat sich die Stadt für diese Variante entschieden.

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