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Alternativer Weihnachtsmarkt auf Münsterhof abgelehnt

Weil der Weihnachtsmarkt dieses Jahr ausfällt, wollte eine einstige Mitbewerberin einspringen. Geht nicht, sagt die Stadt.

Münsterhof: Wieder kein Weihnachtsmarkt in diesem Jahr.
Münsterhof: Wieder kein Weihnachtsmarkt in diesem Jahr.
Tom Kawara

Dieses Jahr gibt es keine Weihnachten. Zumindest keinen Weihnachtsmarkt auf dem Münsterhof. Die Vereinigung Zürcher Spezialgeschäfte, die den Zuschlag für die Gestaltung des neuen Weihnachtsmarkts erhalten hatte, schafft es nicht, ihr Konzept rechtzeitig umzusetzen – Marktboxen aus kupferfarben beschichtetem Holz und Glasfronten, darüber ein Lichthimmel aus Kristallkugeln. Der Start des neuen Weihnachtsmarkts wird deswegen um ein Jahr auf den Advent 2019 verschoben.

Barbara Brandmaier bedauert dies. Mit der Kreativagentur Aroma hatte sie beim städtischen Wettbewerb ebenfalls ein Konzept eingereicht und war unterlegen. «Wir haben der Stadt nun angeboten, einzuspringen», sagt Brandmaier. «Damit der Münsterhof nicht leer bleibt.»

Ein Zeichen gegen «Nonstop-Konsumrausch»

Brandmaier wollte ein Riesenrad auf den Platz stellen, von dem aus die Besucherinnen und Besucher die Dächer Zürichs überblicken, während sie historischen, lustigen oder futuristischen Geschichten zur Stadt lauschen. Eine besinnliche und entschleunigende Weise, sich mit der eigenen Stadt auseinanderzusetzen, findet sie.

Gemäss dem Motto «Nimm dir Zeit» schwebte ihr ein Markt vor, der weniger konsumorientiert sein soll – nur ausgewählte Stände, ein kleines Gastroangebot und viel Raum, sich zurückzulehnen. Ein Zeichen gegen den «Nonstop-Konsumrausch», der auch in Zürich herrsche, sagt Brandmaier.

Übergangslösung nicht möglich

Die Stadt lehnte ab. Auf Anfrage sagt Anna Schindler, Direktorin Stadtentwicklung Zürich, dass eine solche Übergangslösung rechtlich nicht möglich sei. «Das siegreiche Konzept erhielt den Zuschlag für 2018 und – bei erfolgreicher Durchführung – für die darauffolgenden vier Jahre. Eine neue Ausschreibung ist erst für 2023 vorgesehen.» Es gebe keine Zweit- und Drittplatzierten, die den Auftrag hätten erben können.

Die Vereinigung Zürcher Spezialgeschäfte versicherte der Stadt, dass sie den Weihnachtsmarkt 2019 wie geplant durchführen kann. Noch in diesem Monat legt sie ihre Finanzierungspläne vor. «Wäre die Durchführung nicht möglich, müssten wir den Auftrag noch einmal ausschreiben», sagt Schindler.

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