Zum Hauptinhalt springen

Der Platz ist eröffnet, doch die Fontäne hat Schluckauf

Zürich – Oh ja, es gibt derzeit eine Menge zu feiern in der Stadt Zürich. Am späten Samstagabend war es der Meistertitel der ZSC Lions, am späten Ostermontagnachmittag stand der Cupsieg des FC Zürich fest – und gestern, nicht ganz so spät (es gab diesmal übrigens auch keine ­Verlängerung), folgte die offizielle Er­öffnung des neuen Sechseläutenplatzes.

Ab 18 Uhr trafen die ersten bekannten Gesichter aus Kultur, Politik und Wirtschaft am Bellevue ein. Die meisten hatten sich richtig fein gemacht. Was einen jungen Mann etwas zu irritieren schien, denn er sagte: «Was soll der ganze Pomp? Es geht doch bloss um einen Platz!» Nun, wie Stadtpräsidentin Corine Mauch in ihrer Rede treffend herausstrich, ist ein bedeutender Platz halt meist mehr als die Summe seiner Bausubstanz: «Plätze prägen das Bild einer Stadt. Sie sind Orte von grossen Inszenierungen, von poli­tischen Umbrüchen. Und auch der ­Sechseläutenplatz hat viele Gesichter.»

Damit sprach Mauch nicht nur das Zunftwesen und den Circus Knie an, die hier gastieren, sondern erinnerte auch an die Anbauschlacht im Zweiten Weltkrieg, bei der auf dem Sechseläutenplatz Kartoffeln angepflanzt wurden. Des Weiteren würdigte Mauch ihre zurückgetretene Stadtratkollegin Ruth Genner, die treibende Kraft hinter der Neugestaltung, indem sie sagte: «Du hättest uns kein schöneres Abschiedsgeschenk machen können, Ruth. Danke!»

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.