Zum Hauptinhalt springen

Der Rosenverkäufer muss definitiv gehen

Kubeysi Genoglu muss die Schweiz verlassen – trotz 3335 Unterschriften. Eine Ehe wird ihm zum Verhängnis.

Muss in spätestens drei Monaten die Schweiz verlassen: Kubeysi Genoglu. (Bild: TA-Archiv, 2009)
Muss in spätestens drei Monaten die Schweiz verlassen: Kubeysi Genoglu. (Bild: TA-Archiv, 2009)

Die Nachricht ist gestern per Velokurier gekommen: Kubeysi Genoglu, der Rosenverkäufer von der Langstrasse, muss das Land verlassen. So lautet der abschliessende Bescheid des kantonalen Sicherheitsdirektors Mario Fehr (SP), welcher der ehemaligen SP-Gemeinderätin Rose Zschokke ausgehändigt wurde. Zschokke hatte spontan eine Petition für den Verbleib Genoglus gestartet, als sie erfuhr, dass dieser ausgewiesen wird. Innert Kürze kamen 3335 Unterschriften zusammen. Bewirkt haben sie nichts.

Fehr verweist auf den Entscheid des Bundesgerichts, der für das Migrationsamt des Kantons verpflichtend ist. Auch könne die Härtefallkommission nicht aktiv werden, da sie nur zuständig ist, wenn ein Asylgesuch ohne Rekursmöglichkeit abgelehnt wurde. Dies ist bei Kubeysi Genoglu nicht der Fall. Er hat sich bis vors Bundesgericht gegen die Ausweisung gewehrt. Dieses hält es aber für erwiesen, dass der 2004 illegal in die Schweiz eingereiste Kurde sich das Bleiberecht über eine Scheinehe verschafft hat.

«Rückkehr in die Türkei absolut zumutbar»

Auch sei eine Rückkehr in die Türkei absolut zumutbar. «Das tönt nach Ende der Fahnenstange», sagt Rosa Zschokke. Der Aufwand habe sich aber trotzdem gelohnt: «Es war schön, diese spontane Solidarität zu erleben.» Genoglus Aufenthaltsbewilligung ist gestern ausgelaufen. Ihm bleibt noch eine Gnadenfrist von drei Monaten: Das Migrationsamt hat einer Fristverlängerung für die Reisevorbereitungen stattgegeben.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch